TSG Haßloch |
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TV Petterweil |
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Regionalliga Südwest
02. Dezember 2006, 20:00 UhrEin Remis wäre verdient gewesen
Die gute kämpferische Leistung des TVP bei der 32:34-Niederlage in Hassloch gibt Anlass zu Optimismus
Die Nase: Schneider operiert!
Petterweil. Die Personalsituation beim Handball-Regionalligisten TV Petterweil hat sich vor dem heutigen Spiel bei TSG Haßloch (20.00) weiter verschlimmert. Felix Schneider erlitt bei der letztwöchigen 33:42-Niederlage gegen Offenbach einen Nasenbeinbruch und wurde gestern operiert. „Ich hoffe, er kehrt im Januar zurück“, sagt TVP-Trainer Gebhard Fink und hat damit den Kreisläufer für die noch zwei in diesem Jahr anstehenden Partien in Haßloch und am 10. Dezember gegen Nieder-Olm abgeschrieben.
Bei der wiedererstarkten TSG muss Fink mit Pierre d’Aveta (Verdacht auf Muskelfaserriss) und Heiko Trinczek (Grippe) vermutlich zwei weitere Aktivposten ersetzen. Im gestrigen Abschlusstraining waren Maximilian Rautschka, Alexander Koch und Kanwall Gill aus der „Zweiten“ dabei, die auch nach Haßloch mitfahren, wo für den Tabellendrittletzten kaum etwas zu holen sein dürfte. Mit „langen Angriffen“ wird der TVP das Tempo aus dem Spiel zu nehmen versuchen. „Wir wollen natürlich punkten, aber es wird verdammt schwer“, weiß Fink, der wegen zahlreicher grippekranker Spieler das Dienstagtraining ausfallen lassen musste. „Haßloch ist auf allen Positionen doppelt besetzt. Da müssen wir 100 Prozent geben“, fordert der TVP-Coach von seinem Team. (rm)
Frankfurter Neue Presse vom Samstag, 02. Dezember 2006
Im PDF-Format anzeigen - DirektlinkIn der „Hölle Süd“ die Zähne gezeigt, aber: TVP 32:34
Haßloch. Sie kämpften wie die Löwen in der „Hölle Süd“, doch die Schiedsrichter kamen einem Coup von TV Petterweils Handballern bei der TSG Haßloch letztlich in die Quere. „Sie haben uns um einen Punkt gebracht. Wir hätten auf jeden Fall ein Remis verdient gehabt. Das war später auch der Tenor auf der anschließenden Pressekonferenz“, sagte TVP-Trainer Gebhard Fink nach der unverdienten 32:34-Niederlage des Tabellenvorletzten in der Regionalliga Südwest.
Trotz oder auch gerade wegen der empfundenen Benachteiligung durch die Referees Jakob/Dähne aus Thüringen hatte Fink für seine Mannschaft nur Lob parat. „Ich bin mächtig stolz auf meine Truppe. Sie hat klasse gekämpft. Das gibt uns Auftrieb für die nächsten Aufgaben“, meinte der Petterweiler Coach mit Blick auf das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Nieder-Olm.
Ohne Felix Schneider (Nasenbein-OP) und den verletzten Heiko Trinczek ging der TVP vor 300 Zuschauern in der Sporthalle „Hölle Süd“ gleich in Führung. Zur Pause lagen die Hessen verdientermaßen 16:15 vorn. Nach dem Seitenwechsel baute Petterweil seinen Vorsprung sogar auf 28:25 aus und behauptete diesen Drei-Tore-Abstand bis zum 30:27. Doch die Pfälzer konnten in der Endphase dank auch der Schiedsrichter das Blatt noch wenden.
„Es wurden insgesamt sechs glasklare Tore nicht gegeben. Jedes Mal wurde der Vorteil abgepfiffen. Zum Schluss wird Rene Lenhardt umgerissen und es gibt keinen Siebenmeter“, echauffierte sich Fink, dessen Team die letzten Minuten wegen einer Zeistrafe für Dennis Baier in Unterzahl auf die Verliererstraße geriet. Bereits in der ersten Halbzeit hatte Hans Self wegen Foulspiels die Rote Karte gesehen. Für den TVP trafen: d´Aveta (10/6), Olbrich (6), Baier (5) Ruhrmann, Neumeier (je 4), Ehmer (2) und Self. (rm)
Frankfurter Neue Presse vom Montag, 04. Dezember 2006
Im PDF-Format anzeigen - DirektlinkLob vom Kontrahenten bringt nicht viel
TV Petterweil unterliegt bei TSG Haßloch 32:34 und schwebt weiterhin in akuter Abstiegsgefahr - Fink: »Sind verpfiffen worden«
Außer Spesen nichts gewesen: Auch der elfte Regionalliga-Spieltag dem TV Petterweil kein Glück, denn nach bereits sieben erfolglosen Saisonauftritten sprang für die Mannschaft von TVP-Coach Gebhard Fink auch im Gastspiel beim bis dato Rangneunten TSG Haßloch nichts Zählbares heraus. Obwohl die gastgebenden Süd-Pfälzer nicht eben ihren besten Tag erwischten und gegen die sehr konzentriert zu Werke gehenden Petterweiler über weite Strecken der Partie Rückständen hinterher laufen mussten, behielten sie am Ende doch noch knapp mit 34:32 (15:16) die Oberhand. »Zweifellos ein glücklicher Sieg«, gab Haßlochs Abteilungsleiter Egbert Best ehrlich zu, »denn das Petterweiler Team war dem Erfolg sehr nahe und hätte eigentlich zumindest einen Punkt mit zurück in die Wetterau nehmen können«.
Komplimente, für die sich Gebhard Fink und seine Leute allerdings nichts kaufen können. Fakt ist: Der hierzulande ranghöchste HandballKlub schwebt in der dritten Liga mit gerade mal fünf Zählern auf der Habenseite nach wie vor in akuter Abstiegsgefahr.
Weshalb die Handballer aus dem Karbener Stadtteil, die ohne Rechtsaußen Heiko Trinczek (Grippe) und Kreisläufer Felix Schneider (Nasenbeinbruch) auskommen mussten, das TSG-Sportzentrum an der Ludwig-Gramlich-Strasse nicht als Sieger verlassen durften, hatte für den Petterweiler Coach vor allem einen Grund: »Ich habe im Handball schon viel erlebt, aber die Art und Weise, wie wir in Haßloch verpfiffen worden sind, spottet jeder Beschreibung«. So seien seiner Mannschaft, die sich ein Gesamtlob verdient habe, nicht weniger als sechs Treffer aberkannt worden, »weil die Schiedsrichter von der Vorteilsregelung keine Ahnung hatten«. Zudem für den Spielausgang entscheidend: Speziell in der Schlussphase förderten unberechtigte Zeitstrafen für TVP-Cracks und nicht geahndete Fouls von TSG-Spielern die Trendwende zugunsten der Pfälzer Truppe über Gebühr, sorgten mit dafür, dass die Gäste aus der Wetterau, die sechs Minuten vor dem Abpfiff noch mit drei Toren (27:30) und wenig später noch mit deren zwei (29:31) vorne lagen, mehr und mehr den Faden verloren. Die Folge dieser ungünstigen Rahmenbedingungen: Vier Haßlocher Treffer in Serie zum 33:31-Zwischenstand beantwortete Dennis Baier zwar mit dem Anschluss-Treffer zum 33:32, doch Bohunicky machte postwendend für die Schüle-Sieben alles klar:
Klar, dass hinterher die Mannen im gelbschwarzen Dress Trübsal bliesen, zumal man 55 Minuten lang führte und zu guterletzt dennoch ausgebremst wurde. Der TVP operierte von Beginn an mit einer höchst effektiven 5:1-Deckung, verschaffte sich bis zur zehnten Minute ein Drei-Tore-Polster (3:6), und ließ sich auch durch die nur noch knappe Pausenführung (15:16) nicht aus dem Konzept bringen. Insbesondere durch Volltreffer von Dennis Baier und Jörn Olbrich, die im linken und rechten Rückraum die Erwartungen voll zu erfüllen verstanden, sowie durch Pierre D´Aveta, den sicheren Siebenmeter-Schützen, hielt der TVP den favorisierten Pfalz-Rivalen in Halbzeit zwei nämlich zunächst auf Distanz, schien angesichts eines permanent komfortablen Vorsprungs (16:19, 17:21) zwei im Abstiegskampf eminent wichtige Punkte mit nach Hause nehmen zu können. Weil jedoch das Schiedsrichter-Gespann in den aus Petterweiler Sicht frustrierenden letzten fünf Spielminuten jegliches Fingerspitzen-Gefühl vermissen ließ, kam´s für Gebhard Fink und seine Leute allerdings ganz anders. Und hinterher herrschte - wer will´s ihnen verdenken - Tristesse pur.
TSG Haßloch: Pagel, Kaiser; Bohunicky (9/3), Tremmel (4), Cerny (6), Christmann, Seelos, Vuletic (1), Zellmer (6), Keiser, Forler (5), Bernhardt, Birgmeier (3).
TV Petterweil: Martin Malik, Oliver Malkmus; Jörn Olbrich (6), Pierre D´Aveta (10/6), Uwe Ruhrmann (4), Fabian Neumeier (4), Björn Ehmer (2), Dennis Baier (5), Hans Self (1), Rene Lenhardt, Maximilian Rautschka, Alexander Koch.
Schiedsrichter: Dähne/Jakob (HV Thüringen)
Siebenmeter: TSG 3/3 - TVP 6/6
Zeitstrafen: TSG 6 - TVP 9
Rote Karte: Hans Self (17.)
Zuschauer: 350. Uwe Born
Wetterauer Zeitung vom Montag, 04. Dezember 2006
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