TV Petterweil

-

TSG Oberursel

26

:

30

Landesliga Mitte

21. Februar 2010, 18:00 Uhr

An starken "Orschelern" schnell die Zähne ausgebissen

Die TSG Oberursel entführt nach einem verdienten 30:26-Erfolg beide Punkte aus Petterweil.

Martin Peschke
7
2 / 5
Jörn Olbrich
6
6 / 0
Jens Ruppert
4
4 / 0
Thorsten Koch
3
3 / 0
Maximilian Rautschka
2
2 / 0
Pierre Lange
2
2 / 0
Ralf Scherrer
1
1 / 0
Oliver Jung
1
1 / 0
Kai Hardt
0
0 / 0
Alexander Koch
0
0 / 0
Alexander Kunkel
0
0 / 0
Oliver Malkmus
0
0 / 0
Ralf Hägele
0
0 / 0

Gegen starke Oberurseler »kämpfen wie die Löwen«

In der Handball-Landesliga Mitte empfängt der TV Petterweil morgen (18 Uhr) die TSG Oberursel zum Spitzenspiel. Die TSG legte nach einigen Startschwierigkeiten - aus den ersten sechs Saisonspielen holten die Oberurseler nur 2:10 Punkte - eine beeindruckende Serie hin: Seine letzten elf Spiele gewann der Oberliga-Absteiger allesamt und arbeitete sich damit auf den dritten Tabellenplatz vor. Dort rangieren die Oberurseler nun mit 24:20 Punkten und haben nur zwei Zähler weniger als der auf Platz zwei liegende TV Petterweil.

Das Hinspiel entschieden die Petterweiler mit 27:24 für sich, dennoch sieht TVP-Trainer Detlef Ernst sein Team als Außenseiter. Denn bei den Petterweilern, die eine starke Hinrunde hinlegten, lief es in den bisherigen vier Rückrundenpartien nicht ganz rund - zwei Siegen standen auch zwei Niederlagen gegenüber. »Die Oberurseler hatten anfangs einige Problem, sich in der Landesliga zurechtzufinden, aber mittlerweile sind sie angekommen. Sie haben eine fantastische Serie hingelegt. Wenn die Mannschaft komplett ist, zählt sie zu den Besten der Landesliga«, erklärt Ernst: »Spielerisch sind die Oberurseler uns sicher überlegen, andererseits spielen wir zuhause und wollen dort alles geben und kämpfen wie die Löwen«, meint Ernst, der bis auf den beruflich verhinderten Jörn Olbrich, der in der zweiten Spielhälfte noch zum Team stoßen könnte, personell aus dem Vollen schöpfen kann. So hoffen die Petterweiler vor der Heimkulisse auf eine stimmungsvolle Atmosphäre wie zuletzt beim 36:26-Erfolg gegen Tdstein.

TV Petterweil: Hägele, Malkmus; Olbrich (?), Kunkel, Ruppert, Peschke, Hardt, Alexander Koch, Thorsten Koch, Jung, Rautschka, Lange, Scherrer.


Wetterauer Zeitung vom Samstag, 20. Februar 2010

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TVP chancenlos gegen bärenstarke Oberurseler

Petterweil verliert Spitzenspiel 26:30 und kassiert erste Heimniederlage der Saison - Ruppert und Thorsten Koch die Ausnahmen

Stehen sonntags Heimspiele des TV Petterweil auf dem Programm, dann bricht im Karbener Stadtteil in aller Regel das Handball-Fieber aus, und in der Sporthalle an der Sauerbornstrasse herrscht ausgelassene Party-Stimmung. Gestern, am frühen Abend, war’s mal wieder so weit, wobei die begleitenden Faktoren zusätzlichen Nervenkitzel versprachen. Zum Duell traten an: Auf der einen Seite die Mannschaft von Petterweils Coach Detlef Ernst, also der vor eigenem Publikum in acht Heimspielen noch ungeschlagene Landesliga-Zweite – auf der anderen Seite die TSG Oberursel, der Ex-Oberligist, der aus den letzten elf Pflichtpartien optimale 22 Punkte geholt hatte und dadurch im Gesamtklassement auf Position drei kletterte. Ein Spitzenspiel, keine Frage. Und darüber hinaus ein Lokalderby, das volle Zuschauerränge garantierte. Das aus Petterweiler Sicht betrübliche Fazit nach 60 Minuten: Zu gewinnen gab es gestern Abend nichts, denn dazu präsentierte sich die Truppe von Oberursels Trainer Klaus Linder als viel zu stark bescherte dem TVP, der vor geschätzten 350 Zuschauern mit 26:30 (10:15) den kürzeren zog, die erste Heimniederlage der Saison 2009/2010.

Ein Schuss vor den Bug, der für Detlef Ernst eigenen Angaben zu Folge nicht unerwartet kam: “Auch wenn es mir in Petterweil keiner glauben will, aber mit Mannschaften wie Dotzheim, Wettenberg oder eben auch Oberursel können und dürfen wir uns eigentlich nicht messen. Die sind für uns zu stark“. Dass man in der Tabelle so weit vorne stehe, habe man, so der Petterweiler Übungsleiter, einer zweifellos überragenden Vorrunde zu verdanken, “aber wer geglaubt hat, dies lasse sich in der zweiten Halbserie so ohne Weiteres wiederholen, der wird umdenken müssen“.

Analysiert man die Darbietungen der Gelb-Schwarzen gegen die bärenstarke Taunustruppe, ist Ernsts Warnung, den Ball doch gefälligst flach zu halten und die Erwartungen an die eigenen Spieler nicht zu hoch zu schrauben, durchaus berechtigt: Die Gastgeber konnten dem Tabellennachbarn, der nunmehr mit dem TVP nach Punkten gleichgezogen hat (jeweils 26:10), jedenfalls nur 20 Minuten lang Paroli bieten, lagen bereits in dieser Phase kein einziges Mal vorne, und hatten später dann dem kombinationssicheren Angriffs-Spiel des ehemaligen Oberligisten wenig bis gar nichts entgegen zu setzen. Zudem gravierend: Oberursels Keeper Christoph Lehnert erwies sich durchgehend als Meister seines Fachs. Eine Eigenschaft, die man auf Petterweiler Seite weder Oliver Malkmus noch Ralf Hägele attestieren konnte.

“In Halbzeit eins haben wir kaum Gegenwehr geleistet. Das ärgert mich ungemein. Später wurde es zumindest phasenweise ein wenig besser. Eine echte Chance, die Partie nach dem bereits deutlichen Pausenrückstand noch zu kippen, hatten wir jedoch zu keinem Zeitpunkt“, zog Detlef Ernst schonungslos Bilanz, vergaß allerdings nicht, zwei Spieler seines Kaders ausdrücklich zu loben:“ Jens Ruppert und Thorsten Koch auf Halblinks haben ein gutes Spiel gemacht. Alle anderen eher nicht“.

Zum Spielfilm: Petterweil musste schon nach 13 Minuten einem Drei-Tore-Rückstand (4:7) hinterherlaufen, verstand es aber, bis zur 19. Minute durch Treffer von Jörn Olbrich (2) und Thorsten Koch zu egalisieren. Dann begann für die Mannen im gelb-schwarzen Dress der Anfang vom Ende: Weil der TVP vorne beste Gelegenheiten ungenutzt verstreichen ließ, Oberursel auf der anderen Seite jedoch nicht, zogen die Gäste mehr und mehr davon, führten 8:11 (23.), 9:13 (27.) und schließlich zur Pause 10:15. Ein imposanter Rückstand also für Detlef Ernst und seine Leute, Der maßgebliche Grund dafür: Fintenreichen TSG-Offensivaktionen wusste der TVP nur mit hausbackenen und leicht durchschaubaren Attacken zu begegnen.

Halbzeit zwei bot seitens der Gastgeber durchaus mehr Engagement – der Erfolg war freilich gleich null. Oberursel baute den ohnehin schon komfortablen Vorsprung weiter aus: Zunächst auf sieben Tore (15:22/43.), dann auf acht (18:26/51.) und sieben Minuten vor dem Abpfiff der gut leitenden Referees Draut (Gernsheim)/Schröder (Darmstadt) gar auf deren neun (18:27). Dass der TV Petterweil in der Schlussphase diesen Riesen-Rückstand enorm verringern konnte, spricht für die Moral der Truppe, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die 26:30-Niederlage, die schließlich zu Buche stand, die Überlegenheit der TSG Oberursel nur unzureichend rüberbringt.

TV Petterweil: Oliver Malkmus, Ralf Hägele; Jörn Olbrich (6), Kai Hardt, Alexander Koch, Alexander Kunkel, Thorsten Koch (3), Oliver Jung (1), Martin Peschke (7/5), Jens Ruppert (4), Maximilian Rautschka (2), Pierre Lange (2), Ralf Scherrer (1).

TSG Oberursel: Christoph Heidl, Lehnert; Schimanski (3), Hartmann (1/1), Patrick Heidl (5), Hitzel, Perl (3), Reiß (7), Weber (2), Barth (2), Sailler (2), Jankovic, Krmek (1), Marcel Heidl (4).

Schiedsrichter: Peter Draut (Gernsheim)/Andreas Schröder (Darmstadt).
Zeitstrafen: TVP 5 – TSG 6. –
Siebenmeter: TVP 7/5 – TSG 2/1. –
Zuschauer: 350. Uwe Born.


Wetterauer Zeitung vom Montag, 22. Februar 2010

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Serie gerissen! TVP patzt gegen Team der Stunde

Auch der TV Petterweil konnte den Siegeszug der TSG Oberursel nicht bremsen! Im Spitzenspiel der Handball-Landesliga Mitte kassierte die Mannschaft von Detlef Ernst mit 26:30 (10:15) die erste Heimniederlage.

Petterweil. Durch die verdiente Schlappe nach acht «niederlagenfreien» Heimspielen rutschten die Petterweiler hinter die damit zum 12. Mal in Serie siegreichen Oberurseler bei Punktgleichheit (je 26:10) auf Rang 3 – mit der HSG Wettenberg (25:9 Punkte nach 27:23-Erfolg bei HSG Anspach/Usingen) im Nacken. Derweil scheint für Tabellenführer TuS Dotzheim (34:29 gegen TSG Münster) bei nun 5 Zählern Vorsprung der Weg zum Titelgewinn frei.

Um es vorwegzunehmen: am Sieg des Oberliga-Absteigers aus «Orschel» hatte es nichts zu deuteln gegeben. Das Team von Trainer Klaus Linder erwies sich vor über 300 Zuschauern zumindest über 40 der 60 Minuten als eine Nummer zu groß für den TVP. Dessen Trainer Detlef Ernst nahm’s relativ gelassen: «Mit Mannschaften wie Dotzheim, Wettenberg oder Oberursel können und dürfen wir uns eigentlich nicht messen.» Zu kombinationssicher hatten die «Orscheler» – zudem mit einem überragenden Christoph Lehnert im Tor – dem TVP den Zahn gezogen

Bis zur 20. Minute war es noch ein offener Schlagabtausch: Oberursel hatte stets vorgelegt, Petterweil glich prompt wieder aus. Dann konnte sich die TSG innerhalb von vier Minuten auf 12:9 absetzen und bekam den Gastgeber fortan immer besser in den Griff. Mit einem komfortablen 15:10- ging es dann in die Halbzeitpause.

Auch nach Wiederanpfiff agierten die variantenreich aufspielenden «Orscheler» sehr konzentriert. Und als sie zwischen der 40. und 46. Minute von 20:15 auf 23:15 gestellt hatten, war die Vorentscheidung gefallen. Trainer Klaus Linder konnte es sich fortan getrost erlauben, kräftig durchzuwechseln. «Man hatte nie das Gefühl, dass unser Sieg in Gefahr geraten würde. Das war vor allem eine starke kämpferische Leistung in der Abwehr. Und wir hatten den besseren Torwart», meinte TSGO-Mannschaftsbetreuer Bernhard Schmidt.

«Vor der Pause haben wir zu wenig Gegenwehr geleistet», ärgerte sich Detlef Ernst. Bis auf Jens Ruppert und Thorsten Koch hatte er keinen aus seinem recht bieder spielenden Team in guter Form gesehen. Wenn auch Petterweil sich im zweiten Abschnitt steigerte, kam unterm Strich nichts dabei heraus. Stattdessen setzte sich Oberursel über 15:22 (43.) und 17:25 (49.) auf 18:27 (53.) ab, ließ dann aber im Gefühl des klaren Sieges noch einiges an Ergebniskosmetik der unverdrossen kämpfenden Gastgeber zu.

TVP: Malkmus, Hägele; Olbrich (6), Hardt, A. Koch, Kunkel, Th. Koch (3), Jung (1), Peschke (7/5), Ruppert (4), Rautschka (2), Lange (2), Scherrer (1). gg


FNP vom Dienstag, 23. Februar 2010

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