TV Petterweil I

-

TSG Oberursel

23

:

24

Landesliga Mitte

26. Februar 2012, 18:00 Uhr

Oberursels Keeper hält die Punkte fest

Eine über weite Strecken indisponiert wirkende Petterweiler Mannschaft unterliegt im Derby der TSG Oberursel mit 23:24 und scheitert dabei serienweise am Oberurseler Torhüter Heidl.

Martin Peschke
7
4 / 3
Jörn Olbrich
5
5 / 0
Kai Hardt
2
2 / 0
Alexander Koch
2
2 / 0
Alexander Kunkel
2
2 / 0
Thorsten Koch
2
2 / 0
Felix Schneider
2
2 / 0
Felix Koffler
1
1 / 0
Helmut Michalke
0
0 / 0
Timm Weis
0
0 / 0
Ralf Scherrer
0
0 / 0
Sven Wassberg
0
0 / 0
Maximilian Rautschka
0
0 / 0
Pierre Lange
0
0 / 0

Ernst: Kein Spielraum für Halbherzigkeiten

Eine der Papierform nach leicht zu lösende Aufgabe wartet am morgigen Sonntag auf den TV Petterweil in der Handball-Landesliga Mitte (Männer).

Um 18 Uhr (Halle an der Sauerbornstraße) erwartet das Team von TVP-Trainer Detlef Ernst den Tabellenneunten TSG Oberursel, der sich zuletzt zu einem 19:18-Zittersieg im Hochtaunusderby gegen die MSG Kronberg/Steinbach/Glashütten gemüht und seine Bilanz auf 14:20 Zähler verbessert hat.

Der TV Petterweil nimmt mit 26:8 Punkten nach wie vor Rang 3 hinter den "Top zwei" HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (32:2 Zähler) und TV Hüttenberg II (31:3) ein. Auffällig: der TVP verfügt mit 414 Gegentreffern über die beste Abwehr der Liga, noch vor Wiesbaden (434) und Hüttenberg (438).

In dem Derby will der TVP seine "weiße Derbyweste" anbehalten. Ein Blick auf die Statistik zeigt bisher eine makellose Bilanz von vier Siegen in den Derbys. "Wir wollen den fünften folgen lassen, wenngleich die letzten Vergleiche mit der TSG und die aktuelle Tabellensituation vielleicht eine Tendenz für einen favorisierten TV Petterweil zu lassen, so müssen und werden wir die Aufgabe wie immer mit voller Konzentration und Ernsthaftigkeit angehen", meint Trainer Detlef Ernst.

Die Gäste kommen mit der Empfehlung von zuletzt drei Punkten, wobei der Punkt in Hochheim-Wicker aus Ernst-Sicht "allerhöchsten Respekt" verdient, denn man wisse selbst, wie schwer es ist, dort zu bestehen. Ernst: "Dies und auch die Erinnerung an das Hinspiel, als wir bis zum Schluss hart um den Sieg kämpfen mussten, sind mir Warnung genug. Deshalb werde ich meinen Jungs keinen Spielraum für Halbherzigkeiten gönnen und wie immer eine gute Leistung einfordern. Ich würde mich freuen, wenn wir da weiter machen könnten, womit wir gegen Münster aufgehört haben, denn der starke mannschaftliche Auftritt hat mich erfreut. Kommen wir an diese Leistung heran, wird es für Oberursel schwer, uns zu besiegen!"

Heiko Trinczek ist weiterhin verletzt. Aber die in den letzten Wochen stark eingeschränkten Felix Schneider und Tim Weis kehren wieder ins Training zurück und werden Ernst wieder mehr Möglichkeiten bieten, personell zu reagieren. gg


Bad Vilbeler Neue Presse vom Samstag, 25. Februar 2012

Im PDF-Format anzeigen - Direktlink

Zweite Heimniederlage für den TVP

Petterweiler unterliegen Oberursel knapp 23:24 — Patrick Hartmann der Matchwinner

(kun) Zweite Heimniederlage der Saison für die Landesliga-Handballer des TV Petterweil: Mit 23:24 (10:9) Toren zog die Mannschaft von Trainer Detlef Ernst am Sonntagabend vor eigenem Publikum gegen die TSG Oberursel den Kürzeren und muss damit ihre Position hinter den Spitzenteams aus Wiesbaden und Hüttenberg vorerst an die HSG Hochheim/Wicker (31:20-Erfolg gegenHeuchelheim) abgeben.

In einem spannenden Derby machten die Gäste vor 450 Zuschauern in der Petterweiler Sport
halle an der Sauerbornstraße deutlich, dass sie die Punkte unbedingt mit nach Hause nehmen wollten, während die Hausherren über die gesamte Spielzeit eher auf Sparflamme kochten. »Der unbedingte Siegeswillen hat mir heute gefehlt«, beklagte auch der Petterweiler Übungsleiter nach der Partie.

Mit der Empfehlung eines 19:18-Erfolgs im Hochtaunusderby gegen die MSG Kronberg/Steinbach/Glashütten gingen die Gäste von Beginn an hochmotiviert zu Werke und erspielten sich bis zur 25. Minute einen Zwei Tore-Vorsprung (9:7). Besonders den agilen Rückraumspieler Andre Costa bekam die beste Defensive der Liga zu keinem Zeitpunkt in den Griff. Dagegen avancierte Geburtstagskind Christoph Heidl zwischen den Oberurseler Pfosten zum Matchwinner der Partie. »Torchancen hatten wir zu Genüge, einzig im Abschluss hat es gewaltig gehapert«, musste Ernst einräumen.
Dennoch gingen die »Schwarz-Gelben« dank eines Drei-Tore-Laufs mit einer knappen 10:9-Führung in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel schienen die Hausherren die Weichen zur Freude der rund 450 Zuschauer dann auf Sieg zu stellen. Nach dem Oberurseler Ausgleich zum 11:11 (35.) setzte man sich bis zur 50. Minute mit drei Treffern ab (21:18). Anschließend spielten sich die für TVP-Coach Ernst spielentscheidenden Szenen ab. »In der Folge haben wir drei hundertprozentige Torchancen und können damit das Spiel entscheiden, scheitern aber am sensationell parierenden Christoph Heidl zwischen den Pfosten.« Auf der Gegenseite behielt Oberursels Andre Costa dagegen einen kühlen Kopf und sorgte für den 22:22-Ausgleich, ehe Patrick Hartmann - der
Petterweiler Bub im Oberurseler Trikot - den 24:23-Endstand markierte.

TV Petterweil: Michalke, Wassberg; Olbrich (5), Scherrer, Hardt (2), Weis, Alexander Koch (2), Kunkel (2), Thorsten Koch (2), Peschke (7/3), Koffler (1), Schneider (2), Rautschka, Lange.

TSG Oberursel: Heidl, Lehnert; Wagner Costa (8), Hartmann (8/2), Wagner (4), Linder (3/1), Hitzel (1), Kürten, Weber, Pfeffer, Perl, Barth, Sailler, Heid.

Im Stenogramm:
Schiedsrichter: Köhn/Märthesheimer (Heppenheim)
Zeitstrafen: 8:10 Minuten
Rote Karte: Linder (grobes Foulspiel)
Siebenmeter: 3/3:4/4
Zuschauer: 450.


Wetterauer Zeitung vom Montag, 27. Februar 2012

Im PDF-Format anzeigen - Direktlink

Ernst: Torhüter haben schwarzen Tag erwischt

Eine bittere 23:24 (10:9)-Heimpleite gegen die TSG Oberursel musste in der Handball-Landesliga Mitte der TV Petterweil einstecken – und rutschte dadurch hinter die HSG Hochheim/Wicker auf Rang 4.

Vor rund 450 Zuschauern ging der Sieg der nun auf Platz 8 vorgerückten TSG Oberursel durchaus in Ordnung. Während sich die Spieler des Taunus-Teams von Trainer Klaus Linder förmlich zerrissen hatte, bemängelte Petterweils Coach Detlef Ernst, dass nicht alle in seiner Mannschaft einen unbedingten Siegeswillen an den Tag gelegt hätten.

Eine Niederlage, die Ernst so kommentierte: "Schon etwas überaschend und so nicht eingeplant! Unsere Gäste zeigten sich stark verbessert gegenüber ihrem Heimauftritt gegen Kronberg und entführten verdient die beiden Punkte – weil sie von Beginn an zeigten, dass sie gewillt waren, etwas Zählbares mitzunehmen." Obendrein erwiesen sich seine "Gelb-Schwarzen" bei der Verwertung ihrer Torchancen als nicht entschlossen genug.

Oberursel hatte sich bis fünf Minuten vor der Pause zwei Tore Vorsprung (9:7) erspielt, was nicht unwesentlich auch an der starken Vorstellung von Gästekeeper Christoph Heidl lag: das Geburtstagskind im TSG-Dress wartete mit spektakulären Paraden "am Stück" auf und raubte damit den Gastgebern merklich den Nerv. Die Petterweiler konnten Ende des ersten Abschnitts den Spieß aber wieder umdrehen und mit einem knappen 10:9-Vorsprung in die Pause gehen.

Die Anfangsphase des zweiten Abschnitts schien dann die TVP-Fans auf Happyend einzustimmen, denn nach Oberursels 11:1-Ausgleich (35.) konnte sich das Team von Detlef Ernst bis zehn Minuten vor dem Ende auf drei Treffer zum 21:18 absetzen. Die Gäste ließen sich aber nicht wirklich abschütteln. Ernst: "Es zeigte sich, dass unser Zentrum in der Defensive ungewohnte Defizite aufwies und erhebliche Probleme hatte, die Torgefahr von Costa (9 Treffer) und Hartmann (8) zu bekämpfen. Oft ungeschickt und ohne Agressivität unsererseits, netzten die zwei nach Belieben ein. Weder personelle Wechsel noch kurzzeitige Systemumstellungen brachten die gewünschte Stabilität. Und da meine beiden Torhüter einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten und wir vorn reihenweise beste Einwurfgelegenheiten liegen ließen, schafften wir es nicht, uns abzusetzen." Reihenweise scheiterte der TVP an den Reflexen von Oberursels Tormann Heidl. Stattdessen glich auf der Gegenseite Costa zum 22:22 aus.

Bis es ausgerechnet mit Patrick Hartmann ein Petterweiler im Team der TSGO war, der das siegbringende 24:23 für die Orscheler erzielen sollte – und den Gastgebern damit die zweite Heimniederlage der Saison beigebracht hatte.

TVP: Michalke, Wassberg; Olbrich (5), Scherrer, Kunkel (2), Hardt (2), Weis, A. Koch (2), T. Koch (2), Peschke (7/3), Koffler (1), Schneider (2), Rautschka, Lange. gg


Bad Vilbeler Neue Presse vom Dienstag, 28. Februar 2012

Im PDF-Format anzeigen - Direktlink