TVP zittert sich auf Platz drei
Petterweil. Das «Hessenderby» zwischen den Handballern des TV Petterweil und der SG Nieder-Roden in der Regionalliga Südwest war nichts für schwache Nerven. Erst mit dem Schlusspfiff setze sich gestern in der mit 450 Zuschauern proppenvollen Petterweiler Sporthalle mit dem TVP der Favorit durch, wenn auch etwas glücklich mit 28:27 (15:15). Durch den elften Saisonsieg schafften die Gastgeber am 19. Spieltag den Sprung auf Platz drei, der unterlegene Liga-Neuling fiel derweil auf den ersten Abstiegsrang 14 zurück.
«Ich muss Nieder-Roden ein großes Kompliment machen. Das Team hat stark gespielt. Aber unserer Mannschaft gebührt auch ein Lob, sie hat nach der Pause toll gekämpft», sagte Petterweils Teammanager Reinhard Kreft. Zunächst bestimmte der Außenseiter das Geschehen und führte nach 13 Minuten mit 9:4. Erst danach wachte der TVP auf und konnte noch vor der Pause (14:14) ausgleichen. Der Aufsteiger zeigte sich davon aber unbeeindruckt und zog nach dem Wechsel wieder auf 19:17 davon. Zwischen der 36. und 46. Minute blieben die Gäste ohne Torerfolg, Petterweil drehte in dieser Phase die Partie zum 21:19.
In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst traf der nach achtwöchiger Sperre wieder spielberechtigte Ziad Rejab per Siebenmeter zum 28:26, Bernd Schmitt konnte auf der Gegenseite auf 28:27 verkürzen. Zwei Sekunden vor Schluss kam Schmitt im Neunmeter-Raum zu Fall, doch der Siebenmeterpfiff der Referees blieb aus – Petterweil stand als Sieger fest.
TVP-Tore: Deinet (8), Rejab, Baier (je 5/1), Trinczek (4), Weber (2), Schneider, Ruppert, Fetzer und Olbrich. (rm)
Frankfurter Neue Presse vom Montag, 14. Februar 2005
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