index.php TV 1860 Petterweil - Handball

Petterweil traut sich beim Spitzenreiter etwas zu

Petterweil. Der gelungene Einstand ins neue Handball-Jahr hat dem Regionalligisten TV Petterweil neues Selbstvertrauen eingeimpft. Entsprechend zuversichtlich fahren die Wetterauer am Sonntag (18 Uhr) zum Hessenderby nach Groß-Bieberau, auch wenn die Mannschaft von Trainer Gebhard Fink im Duell beim Tabellenersten krasser Außenseiter ist. „Der Punktgewinn in Mülheim hat uns unheimlich motiviert. Wir treten in Groß-Bieberau an und wollen auch dort punkten“, verkündet Fink, der mit Ralf Scherrer einen weiteren Neuzugang präsentieren kann.

Allrounder Scherrer trug zuletzt das Trikot des Landesligisten Viernheim und war davor in Nieder-Florstadt aktiv, wo er einst mit dem Petterweiler Uwe Ruhrmann gemeinsam spielte. Dass der Titelanwärter TSG Groß-Bieberau (22:4) daheim durchaus verwundbar ist, verdeutlichte Nieder-Roden beim 25:25 Ende November. „Wir werden einige taktische Varianten parat haben“, verrät Fink, der sich vor allem über die gestiegenen personellen Alternativen freut. „Ich habe jetzt viel mehr Möglichkeiten zum Wechseln“, stellt der TVP-Coach zufrieden fest. Beim 32:32 in Mülheim hat sich das bereits positiv bemerkbar gemacht. Von den beiden Neuzugängen hatte besonders Andreas Kalmann mit sechs Toren großen Anteil an der Aufholjagd in der zweiten Halbzeit nach einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand. „Wir dürfen uns nicht wie in Mülheim fünf technische Fehler am Stück vor der Pause leisten“, fordert Fink eine konzentrierte Leistung. Für den Coach ist Groß-Bieberau der Titelfavorit neben Petterweils nächstem Gegner Wallau. Danach beginnen dann für den Tabellenvorletzten die Wochen der Wahrheit mit vier Spielen gegen direkte Mitkonkurrenten. „Mal schauen, was wir im Januar und Februar an Punkten holen können. Auf jeden Fall können wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen“, betont Fink, der beim Spitzenreiter allerdings auf Dennis Baier (beruflich unterwegs) verzichten muss. Dass die Chancen auf den Ligaverbleib weiter gestiegen sind, liegt auch am nun feststehenden Rückzug der HSG Römerwall zum Saisonende. Nachdem sich bereits Ex-Zweitligist Niestetal vor dem Rundenstart zurückgezogen hatte, wird es wohl nur noch zwei sportliche Absteiger geben.

In Petterweil will man Ende Februar erklären, wie es weitergeht. Handball-Abteilungsleiter Norbert Reiferscheid, der zuletzt wegen seines angeblichen Desinteresses am Regionalliga-Handball beim eigenen Verein in die Kritik geraten war, stellt jedenfalls klar: „Die Abteilung unterstützt die Erste Mannschaft und wird dies auch in Zukunft tun. Alles andere stimmt nicht.“ (rm)


Frankfurter Neue Presse vom Samstag, 13. Januar 2007

Im PDF-Format anzeigen - Direktlink