Handball ist sein Leben
Edmund Peschke engagiert sich seit mehr als 40 Jahren beim TV Petterweil
Angefangen hatte Edmund Peschke einst als kleiner Junge mit Fußball. Doch später entdeckte er seine Leidenschaft für den Handball. Seit über 40 Jahren ist er schon beim TV Petterweil, dem er weiterhin aktiv als technischer Koordinator die Treue hält. Für seine langjährige Mitgliedschaft wird er heute vom Verein geehrt.
Von Ingrid Zöllner
Peschke war zwölf Jahre alt, als er mit dem Handball anfing. "Zuerst habe ich Fußball beim TV Niederrad gespielt. Aber mehrere Kumpels aus meiner Schule spielten schon Handball und da bin ich dann einmal mitgegangen", erzählt der 64-Jährige. Ein Hintergedanke war, dass Handball auch im Winter in der Halle gespielt wird.
Seiner Ansicht nach ist Handball fürs Publikum viel interessanter als Fußball: "Die kriegen bei einem Handballspiel mehr geboten. Es fallen reichlich Tore, es ist viel Tempo im Spiel, spannender und actiongeladener", findet er. 1970 kam er zum TV Petterweil. Der Wechsel begründete sich durch Veränderungen im TV Niederrad. "Da wurden mehrere Vereine zusammengelegt, und die Atmosphäre war nicht mehr so gut. Wir haben damals mehrere Spiele gegen den TV Petterweil gehabt, bei denen mir aufgefallen ist, was die für eine starke Kameradschaft hatten", erzählt Peschke.
Und so kam er zum TV, wo er auch noch seine Frau kennenlernte. Ein Jahr später heiratete er seine Edeltraud, mit der er zwei Kinder hat. Sohn Martin (31) ist aktiver Spieler in der ersten Mannschaft beim TV Petterweil. "Er ist Spielmacher und Torschützenkönig", berichtet der 64-Jährige stolz, der bei jedem Spiel dabei ist. Peschke selbst spielte aktiv bis 1980. Als 1987 sein Sohn mit der Sportart anfing, suchte der Verein nach einem Jugendleiter. "Ich habe ab diesem Zeitpunkt die Jugendarbeit gemanagt", sagt Peschke. Ein Amt, das ihn Kraft und Energie kostete.
14 Teams koordinieren
Es galt, 14 Mannschaften unter einen Hut zu bekommen und passende Trainer zu finden. Ein Job, der nicht immer leicht war. Bis 2005 übte der Petterweiler die Tätigkeit aus. Inzwischen ist er technischer Koordinator. "Ich bin quasi Mädchen für alles", sagt er. Er stellt die Pressetexte auf die Internetseite, organisiert Spielpläne, sorgt beim Turnier für einen ordnungsgemäßen Ablauf, kümmert sich um freiwillige Helfer wie Zeitnehmer und zieht die Fäden im Hintergrund. Zeit für weitere Hobbys bleibt da natürlich nicht.
Immer unterwegs
Am Wochenende ist Peschke, der zum Ehrenmitglied ernannt wurde und den Ehrenbrief des Landes bekam, immer unterwegs. Mehr als 500 Spiele hat er gesehen: "Ich habe schon fast alle Sporthallen in Hessen besucht." Vom Handball-Landesverband erhielt er die bronzene und die silberne Ehrennadel: "Man freut sich, wenn die Arbeit, die man ehrenamtlich leistet, auch gewürdigt wird", sagt Peschke, der sich wünscht, dass der TV Petterweil mehr Trainingszeiten bekommt. Aber immerhin sei es ja schon positiv, dass die Sporthalle saniert wird.
Bad Vilbeler Neue Presse vom Mittwoch, 28. März 2012
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