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Nicht unter die Räder kommen

Mit 12:4 Punkten im Gepäck tritt der TV Petterweil mit Trainer Detlef Ernst – zuletzt souveräne Vorstellung beim Heimsieg über TSG Eddersheim – heute Abend die Reise zur HSG VfR/Eintracht Wiesbaden an, die mit 13:1 Zählern das Klassement anführt.

Zwischen Gastgeber HSG (18 Uhr, Sporthalle Elsässer Platz) und den drittplatzierten Petterweilern steht der TV Hüttenberg II mit 13:3 Punkten auf Position zwei. Just jene Hüttenberger waren es auch, die Petterweils heutigem Gastgeber am 15. Oktober mit einem 25:25 den bis dato einzigen Punkteverlust beibringen konnten.

Wiesbaden entledigte sich zuletzt der Aufgabe gegen Mitaufsteigere MSG Kronberg/Steinbach/Glashütten mit einem glanzlosen 33:24 (16:14)-Pflichtsieg. Am treffsichersten im Team der Landeshauptstädter: Kreisläufer Valentino Dottorello mit acht Toren sowie Lorenz Engel (5) und Alexander Delnef (5).

"Die gesamte Liga wird wohl auf uns hoffen – aber ich fürchte, vergebens", bezieht Detlef Ernst Stellung zum allgemeinen Daumendrücken seitens der Konkurrenz. Er habe die Wiesbadener bereits drei Mal gesehen. Sein Fazit: "Die Meisterschaft ist bereits vergeben. Ich sehe keinen, der dieser Mannschaft in die Suppe spucken könnte."

Top aufgestellt und mit bundesligaerfahrenen Spielern bestückt, reif und ausgebufft: die Landesbauptstädter verfügen nicht nur nach Ernsts Einschätzung über die "mit Abstand beste Mannschaft der Liga, das muss man neidlos anerkennen – sie haben in Hüttenberg einen Punkt verschenkt und die TSG Ober-Eschbach mit zehn Toren Vorsprung in eigener Halle vorgeführt". Daher könne es aus seiner Sicht heute nur ein Ziel geben: "Ja nicht unter die Räder kommen!"

Wiesbaden sei jederzeit dazu in der Lage, sich klare Torchancen zu erarbeiten und diese auch eiskalt zu nutzen. Besonderes Augenmerk gelte dem immens durchschlagskräftigen Rückraum mit dem überragenden Luis Garbo, der viel Druck auf die Deckung ausübt. Aber Ernst wird die Flinte nicht schon im Vorhinein ins Korn werfen: "Bangemachen gilt nicht. Wir wollen mit einer guten Leistung Selbstvertrauen für die nächsten schweren, aber auch lösbaren Aufgaben tanken. Und wir wollen den turmhohen Favoriten ein wenig ärgern." Personell sind beim TVP alle an Bord. gg


Bad Vilbeler Neue Presse vom Samstag, 12. November 2011

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