HSG Wettenberg ist Meister

Einen Spieltag vor Saisonschluss sind in der Handball-Landesliga Mitte (Männer) die Würfel im Titelrennen gefallen. Im Spitzenspiel bezog der TV Petterweil in Launsbach gegen Tabellenführer HSG Wettenberg eine 19:30 (10:12)-Schlappe und geht nun mit unaufholbaren drei Punkten Rückstand ins letzte Saisonspiel am 14. Mai (18.00) gegen den Siebten Eddersheim.

Wettenberg. Begleitet von einer vielköpfigen Fangemeinde und jeder Menge Trommeln hatten sich die Schützlinge von Detlef Ernst auf den Weg nach Launsbach gemacht. Wenn es auch am Ende sehr deutlich für die Gäste gekommen war, so feuerten die mitgereisten Anhänger ihre Gelb-Schwarzen bis zum Schlusspfiff unentwegt an.

Schon im ersten Durchgang hatten die Petterweiler, so ihr Trainer, "Mühe und Not mitzuhalten, denn die Hausherren hatten ihre Nerven besser im Griff und gingen schnell mit 3:0 in Führung. Unsere Abwehr hatte erhebliche Probleme, in die Zweikämpfe zu kommen und leistete sich zu viele taktische Fehler."

Und wenn der TVP mal zum Abschluss kam, dann hielten die Wettenberger Keeper überragend. Beim 12:6 (20.) waren die Gastgeber bereits auf sechs Tore enteilt, viel deutete auf eine frühe Entscheidung hin. Nun aber hielt auch TVP-Tormann Michalke dagegen – zugleich schlossen seine Vordermänner gut ab. Ernst: "So kämpfte sich mein Team wieder zurück ins Match und wir gingen mit nur einem knappen 10:12-Rückstand in die Kabinen."

Aus der Pause kamen die Petterweiler motiviert zurück und glichen schnell zum 12:12 aus. Das Spiel war wieder völlig offen. Jener 6:0-Tore-Lauf sollte aber auch schon die stärkste Phase des TVP gewesen sein. Plötzlich schlichen sich wieder haarsträubende Fehler ins Spiel der Ernst-Schützlinge ein, die mit unnötigen Zweiminutenstrafen den Gegner zusätzlich aufbauten. Wettenberg erzielte vier Treffer in Folge. "Davon sollten wir uns nicht mehr erholen", berichtet Ernst.

Fortan bestimmten die Hausherren das Geschehen, zeigten dem TVP die Grenzen auf. "Das traf", so Ernst, "vor allem auf unseren Rückraum zu, der sich in keiner Phase gegen Wettenbergs Abwehr durchzusetzen vermochte." Am Ende wurde es eine verdiente Niederlage, die aber um ein paar Tore zu hoch ausgefallen war, "weil wir dann auch versuchten, den Anschluss zu schnell wieder herzustellen".

Wettenberg ließ nicht nicht zweimal bitten und netzte durch Gegenstöße ein. Schlusskommentar von Detlef Ernst: "Wir haben unseren Fans eine couragierte Partie geboten, waren am Ende aber mit dieser Aufgabe überfordert und chancenlos. Glückwunsch an Wettenberg zum Aufstieg in die Oberliga. Wer am Ende der Runde vorne steht, ist zu Recht Meister und verdient unsere Anerkennung."

TVP: Michalke, Malkmus; 0lbrich (2), Weis (1), Hardt (2), A. Koch, Scherrer, Kunkel (3), T. Koch, Peschke (5/2), Ruppert (3), Schneider (1), Rautschka (1), Lange (1)


FNP vom Dienstag, 10. Mai 2011

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