TV Petterweil I

-

TV Idstein

28

:

24

Landesliga Mitte

04. Dezember 2011, 18:00 Uhr

Ein überwiegend zerfahrenes Spiel, aber zwei wichtige Punkte

Nur langsam kommt Petterweils Motor im Spiel gegen den TV Idstein in Fahrt, zwischenzeitlich ordentlich auf Touren und stottert zum Schluss dann doch wieder ein wenig. Dennoch ein verdienter Sieg des TVP.

Jörn Olbrich
5
5 / 0
Martin Peschke
5
4 / 1
Pierre Lange
5
5 / 0
Heiko Trinczek
3
3 / 0
Alexander Koch
3
3 / 0
Alexander Kunkel
2
2 / 0
Timm Weis
1
1 / 0
Thorsten Koch
1
1 / 0
Felix Koffler
1
1 / 0
Felix Schneider
1
1 / 0
Maximilian Rautschka
1
1 / 0
Helmut Michalke
0
0 / 0
Kai Hardt
0
0 / 0

Schneider fraglich

Im Gegensatz zu Detlef Ernsts Petterweilern, die sich mit 16:6 Punkten an vierter Stelle etabliert haben und die Blicke nach vorne richten, wackelt der Idsteiner Hexenturm regelrecht – muss der TVI doch bei derzeit 7:13 Zählern und Platz 10 nach hinten schauen.

Mit Cojocar und Hormann hat Petterweils nächster Gegner zwei gestandene Handballer verloren. Wie es scheint, haben beide eine beträchtliche Lücke hinterlassen – es läuft nicht. Ernst: "Das spielt für mich gar keine Rolle. Als Kämpfer habe ich noch nie ein Spiel von vornherein verloren – aber als Realist, der ich bin, habe ich auch noch nie eins vorher gewonnen. So halte ich es auch diesmal: Wir müssen und werden diese Mannschaft sehr ernst nehmen! Es wäre eine tolle Sache, wenn meine Jungs noch ein paar Pünktchen holen könnten."

Idstein besitzt mit den Welsch-Brüdern und Marxen am Kreis erstklassiges Spielermaterial. Ernst weiß: "Solche Akteure können Spiele ganz allein entscheiden. Wir setzen wieder auf unsere Gemeinschaft über 60 Minuten hinweg, die dem Gegner das Leben schon schwergemacht hat in dieser Runde. Wir haben gezeigt, dass wir Ausfälle von Führungsspielern besser kompensieren können als andere."

Fehlen wird im gelb-schwarzen Trikot neben Ralf Scherrer auch Torwart Sven Wassberg. Hinter Felix Schneider steht nach der Verletzung in Goldstein ein dickes Fragezeichen. Ernst: "Für mein Dafürhalten waren wir nicht gut in Goldstein und wollen uns nun steigern und die Heimaufgabe lösen, um dann vielleicht im letzten Spiel des Jahres beim bärenstarken Aufsteiger MSG Linden eine kleine Überraschung zu schaffen." gg


Bad Vilbeler Neue Presse vom Samstag, 03. Dezember 2011

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»Noch nie ein Spiel schon vor dem Anpfiff gewonnen«

(jms) »Wir können die Tabelle lesen«, sagt Detlef Ernst und fügt hinzu. »Wir sind automatisch leicht in der Favoritenrolle in diesem Match, und jeder erwartet ein positives Resultat von uns.« Das Heimspiel des TV Pet¬terweil gegen den TV Idstein wirft seine Schatten voraus und bietet dem Tabellenvierten aus der Wetterau eine gute Möglichkeit, die eigene Position zu festigen.

Der TVP hat bereits etwas Großes geleistet. Die Mannschaft bestätigte bislang die starke Saison 2010/2011, die bekanntlich mit Platz zwei in der Landesliga Mitte abgeschlossen wurde. Das ist nicht selbstverständlich. Sicher ist der anhaltende Petterweiler Aufstieg auch eng mit der Personalie Detlef Ernst verknüpft, der immer als Warner in Erscheinung tritt. Seiner Linie bleibt der Trainer auch vor dem Sonntagsspiel treu: »Idstein muss was tun, um da unten rauszukommen Das wird gar nicht so leicht.«

Mit Lucky Cojocar und Hormann musste der Klub im Sommer zwei Leistungsträger abgeben. Daran knabbert das Team vom Hexenturm noch immer. »Das spielt für mich keine Rolle. Ich habe noch nie ein Spiel vor dem Anpfiff gewonnen«, sagt Ernst. Der TVI hat mit den Welsch-Brüdern und Kreisläufer Marxen nach wie vor individuelle Klasse im Team. »Solche Spieler können alleine Spiele entscheiden«, sagt Ernst, der auf Keeper Sven Wassberg und Ralf Scherrer verzichten muss. Felix Schneider zog sich beim Auswärtssieg in Goldstein eine Verletzung zu und ist fraglich.

TV Petterweil: Michalke; Olbrich, Peschke, Rautschka, Alexander und Thorsten Koch, Weis, Trinczek, Kunkel, Hardt, Lange, Koffler.


Wetterauer Zeitung vom Samstag, 03. Dezember 2011

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Ernst-Ansprachen in Auszeit und Pause fruchten

TV Petterweil gewinnt letztes Heimspiel vor der Weihnachtspause mit 28:24 gegen Idstein — Deutliche Worte in der Kabine

(kun) Einen ungefährdeten 28:24 (13:10)-Erfolg gegen den TV Idstein feierten die Landesliga-Handballer des TV Petterweil am Sonntagabend in ihrem letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause. Damit steht das Team von Trainer Detlef Ernst hinter dem Ligaprimus HSG/VfR Eintracht Wiesbaden und dem TV Hüttenberg II mit 18:6-Punkten auf dem dritten Tabellenplatz.

»Mein Handballerherz konnte diese Partie zwar nicht vollends erfreuen, am Ende zäh¬len aber die wichtigen zwei Punkte«, blickte der Petterweiler Ubungsleiter unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit gemischten Gefühlen auf das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenzwölften zurück.

Das Aufgebot seines Trainerkollegen Thomas Scherer ging nach dem Heimerfolg über die MSG Kronberg/Steinbach/Glashütten vor Wochenfrist zu Beginn mit dem nötigen Selbstbewusstsein zu Werke und konnte sich nach dem Petterweiler Ausgleichstreffer zum 4:4 (10.) durch Jörn Olbrich auch dank zahlreicher technischer Fehler der Gastgeber binnen zehn Minuten mit drei Toren absetzen. Andre Tump hatte für die Besucher per Siebenmeter zur zwischenzeitlichen 9:6-Führung getroffen. Nachdem der TVP-Coach eine Auszeit genommen und seinen Akteuren klar gemacht hatte, dass gegen Idstein im Schongang nichts zu holen sein würde, gingen die Hausherren deutlich engagierter zu Werke und wandelten den 6:9-Rückstand binnen fünf Minuten in eine 10:9-Führung um. In den verbleibenden Minuten bis zur Pause wurden die Gastgeber ihrer Favoritenrolle dann zunehmend gerecht und bejubelten eine 13:10-Halbzeitführung. »In der Kabine habe ich deutliche Worte an die Mannschaft gerichtet und an ihren Kampfgeist appelliert«, gab Ernst einen Einblick in seine Pausenansprache.

Diese sollte nach dem Wechsel fruchten: Bis zur 40. Minute konnten sich die Ernst-Schützlinge mit sieben Toren absetzen (18:11). »Das kam einer Vorentscheidung gleich«, war sich der Trainer der »Schwarz-Gelben« nach der Partie sicher. Auch weil die Gäste seinen Akteuren in der Schlussphase physisch nur noch wenig entgegen zu setzen hatten. »Zudem haben wir uns in der Defensive deutlich gesteigert.« Zwar konnten die Gäste den Petterweiler Vorsprung sechs Minuten vor dem Ende noch einmal auf vier Treffer verkürzen (26:22), mehr sollte für die Scherer-Truppe letztlich aber nicht drin sein.

»Nun wollen wir gegen den Aufsteiger aus Linden im letzten Spiel vor der Winterpause den dritten Tabellenplatz verteidigen. Sollte dies gelingen, können wir mit der Hinrunde sehr zufrieden sein«, richtete der TVP-Coach seinen Blick bereits auf das Gastspiel seines Teams bei der MSG Linden am Samstag.

TV Petterweil: Michalke; Olbrich (5), Weis (1), Hardt, Alexander Koch (3), Kunkel (2), Thorsten Koch (1), Peschke (5/1), Koffler (1), Schneider (1), Rautschka (1), Lange (5), Trinczek (3).

TV Idstein: Quandt, Kunkel; Kless (1), Heuss, Marxen (3), Brauer (4), Hacker (1), J. Welsch (5/2), Bornhäußer (3), Tump (4/1), Schulz (2), D. Welsch, Kloppenburg, Stübing (1).

Im Stenogramm:
SR: Köhn/Märtesheimer (Heppenheim).
Zeitstrafen: 8:10 Minuten.
Siebenmeter.: 1/1 : 4/3.
Zu.: 250.


Wetterauer Zeitung vom Montag, 05. Dezember 2011

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Auszeit und Ansprache fruchten

Jetzt ist der TV Petterweil schon Tabellendritter in der Handball-Landesliga Mitte! Am Wochenende gab‘s ein 28:24 (13:10) gegen den kriselnden TV Idstein

Mit 18:6 Punkten konnten die von Detlef Ernst trainierten Petterweiler Gelb-Schwarzen im Klassement an der HSG Hochheim/Wicker vorbeimarschieren, die sich nach einer 23:27-Heimniederlage gegen den TV Hüttenberg II mit nun 18:8 Punkten hinter dem TVP (18:6) an vierter Position wiederfindet. Unverändert an der Spitze: die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (21:1 Punkte nach 43:20-Kantersieg bei Schlusslicht TSF Heuchelheim) und der TV Hüttenberg II (21:3).

Aus Sicht von Trainer Ernst hatten letztlich nur Ergebnis und Punkte gestimmt – das Spiel seiner Schützlinge hatte ihn indes nicht sonderlich erwärmen können. Was nicht vor allem an dem verunglückten Start in die Partie gelegen hatte, die zunächst den Tabellenzwölften vom Hexenturm über 3:4 auf 6:9 wegziehen sah, auch bedingt durch etliche technische Patzer des TVP. "Wir hatten gehörig Anlaufschwierigkeiten. Idstein spielte munter mit und erzielte seine ersten zehn Tore fast ohne Gegenwehr", kritisierte Detlef Ernst.

Klar, da musste der TVP-Coach seinen Mannen ordentlich ins Gewissen reden ("Ein Generalappell zu mehr Engagement und Konzentration"), und so nahm er eine Auszeit, um sie wieder auf Trab zu bringen. Ernst: "Mit einfachen taktischen Mitteln hatten die Idsteiner meine Abwehr vor unlösbare Probleme gestellt – das lag zum einen an mangelnder Bereitschaft, Tore zu verhindern, zum anderen an ungeschicktem Verhalten gegen die Rückraumkreuzungen des Gegners!" Und siehe da: In nur fünf Minuten hatte der Gastgeber nach dem Ernst‘schen "Anpfiff" aus dem 6:9 ein 10:9 gemacht.

Bis zur Pause rollte es bei den Gastgebern dann immer besser und mit einem 13:10-Vorsprung ging es in die Kabine – in der dann Detlef Ernst allerdings noch einmal energisch das Wort ergriff und seiner Truppe die Leviten las – in puncto kämpferischen Einsatz hatte diese nämlich noch immer reichlich Luft nach oben.

Und wieder sollten die klaren Worte des Trainers auf fruchtbaren Boden fallen. Regelrecht beflügelt, setzten sich die nun auch in der Defensive sichereren Hausherren binnen zehn Minuten nach Wiederbeginn auf 18:11 ab, die Würfel schienen vorentscheidend gefallen. Am Ende schmolz der Vorsprung zwar noch einmal auf vier Treffer zusammen, aber am Sieg des TVP, der sein abschließendes Spiel 2011 am nächsten Samstag bei MSG Linden bestreitet, war nicht mehr zu rütteln. TVP-Abteilungsleiter Albert Kunkel: "Die Mannschaft hat sich aus der brenzligen Situation der ersten Halbzeit selbst am Schopf aus dem Tief gezogen." Na, so ganz selbstständig hatten es die Akteure dann doch nicht getan . . .

TVP: Michalke; Olbrich (5), Lange (5), Peschke (5/1), Weis (1), Hardt, A. Koch (3), Kunkel (2), T. Koch (1), Rautschka (1), Koffler (1), Schneider (1), Trinczek (3). gg


Bad Vilbeler Neue Presse vom Dienstag, 06. Dezember 2011

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