TV Petterweil wird Kooperationspartner der HSG Wetzlar

Die Handballer des TV Petterweil werden ab sofort in einer engen Kooperation mit der HSG Wetzlar und deren Leistungszentrum Mittelhessen (LZMH), welches die Förderung von talentierten Jugendspieler betreibt, zusammenarbeiten.

Zustande gekommen ist diese Kooperation durch eine entsprechende Anfrage des sportlichen Leiters des LZMH, Sergej Budanow, der Ende letzten Jahres den Jugendkoordinator des TVP, Gerhard Koffler, über das bestehende Interesse seitens der HSG Wetzlar informierte. Dabei zeigte sich Budanow, selbst ehemaliger Weltklassehandballer der UdSSR, geradezu begeistert von der ausgezeichneten Jugendarbeit der Petterweiler, die landesweit ihres Gleichen sucht. Immerhin ist es dem kleinen Verein aus der Wetterau in den letzten Jahren gelungen, insgesamt sieben! Spieler in die Hessenauswahl zu bringen. Auch aktuell ist gerade erst am letzten Wochenende wieder zwei TVP-Spielern der Sprung in die Landesauswahl des Jahrgangs 1997 geglückt. Eine außergewöhnliche Quote, wenn man bedenkt, dass es ansonsten nahezu ausschließlich das Privileg der großen Vereine aus Hüttenberg, Wallau oder Dutenhofen vorbehalten ist, den einen oder anderen Spieler zur Sichtung für die Hessenauswahl abzustellen. Dies ist natürlich auch Budanow, der voll des Lobes über die Petterweiler Talentschmiede ist, nicht verborgen geblieben. Zumal mit Ben Diringer ein TVP-Spieler sogar den Sprung in die Jugendnationalmannschaft schaffte und inzwischen selbst unter Budanow im LZMH trainiert.

Budanow: „Wir wollen diese tolle Arbeit beim TV Petterweil unterstützen, in dem wir für talentierte Jugendspieler zusätzliche Trainingsmöglichkeiten mit erstklassigen Bundesligatrainern anbieten“. Dabei steht nicht ein potentieller Vereinswechsel begabter Spieler im Vordergrund, sondern deren Weiterentwicklung im Heimatverein. Mit den zusätzlichen Trainingsangeboten soll den Spielern die Möglichkeit geboten werden, in einer homogenen, stark leistungsbezogenen Trainingsgruppe das eigene Leistungsniveau kontinuierlich zu steigern. Über den jeweiligen Fortschritt der einzelnen Spieler sowie deren Defizit und Hausaufgabe wird permanent berichtet. So hat der Heimtrainer beim TVP jederzeit die Möglichkeit mit den Spielern ganz gezielt an deren Entwicklung zu arbeiten. Und auch dabei steht die HSG Wetzlar unterstützend zur Seite, da den Trainern des TVP hierzu Trainingskonzepte und Methoden gleich mit an die Hand gegeben werden.

In einem zunehmend schwieriger werdenden Umfeld sieht Koffler daher auch eine große Chance in der Kooperation beider Vereine. „Wichtig ist, dass die Philosophie in Sachen Jugendarbeit die gleiche Ausrichtung hat“, so Koffler, „und dabei habe ich vom ersten Gespräch an eine große Übereinstimmung mit Sergej Budanow festgestellt, was die zukünftige Zusammenarbeit beider Verein sicherlich bereichern wird“. In regelmäßigen Abständen werden sich die Verantwortlichen beider Vereine zusammen setzten, um weitere Schritte zu beraten. Ziel ist es, das gesamte Entwicklungspotential des Vereins weiter wachsen zu lassen.

Zusammenfassend betrachtet scheint dem TV Petterweil ein wichtiger für eine weiterhin erfolgreiche Jugendarbeit geglückt zu sein. Jetzt wird es darauf ankommen, die Vorteile aus der Kooperation zu nutzen und den Spielern somit eine hervorragende Perspektive beim TV Petterweil zu bieten.