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25:27 – TV Petterweil kommt sich in Saarlouis „verschaukelt“ vor

Saarlouis. Noch am Morgen nach dem «Skandalspiel» in Saarlouis hatten sich bei den Handballern des TV Petterweil und den Verantwortlichen die Gemüter immer noch nicht beruhigt.

«Wir haben uns in dieser Saison bisher noch nicht über Schiedsrichter beschwert, aber was sich am Samstag abgespielt hat, war einfach nur ein Skandal», echauffierte sich Petterweils Teammanager Reinhard Kreft nach der 25:27-Niederlage bei der HG Saarlouis und dem damit verbundenen Rückschlag im Kampf um eine Spitzenplatz in der Regionalliga Südwest.

Zuvor hatte es in der ersten Halbzeit noch lange nach einer Fortsetzung der Petterweiler Erfolgsserie ausgehen, ehe die beiden Referees Gerhard und Küsters in den zweiten 30 Minuten für einen Eklat sorgten. Das Schiedsrichter-Duo aus Mainz, das schon vor der Pause alles andere als einen souveränen Eindruck in der mit 400 Zuschauern ausverkauften Stadtgartenhalle vermittelt hatte, verlor nach dem Wechsel gänzlich den Überblick – klar zu Ungunsten der bis dato dominierenden Petterweiler. Allein fünf der insgesamt sechs Zeitstrafen kassierte der TVP nach dem Wiederbeginn und die letzte dann bezeichnenderweise beim 24:25 drei Minuten vor dem Ende. «Wir sind regelrecht verpfiffen worden», sah Kreft in den Schiedsrichtern den Hauptgrund für die dritte Saisonniederlage.

Nachdem der TVP mit einer 15:13-Führung die Seiten gewechselt hatte, nahm der Skandal seinen Lauf. «Saarlouis hat zwölf Mal bei einem ausgeführten Freiwurf immer wieder einen nachgepfiffen bekommen, bei uns gab es nur Tor ab», schimpfte Kreft über das Duo.

Für den TVP trafen: Korus (10), Ziad Rejab (6/3), Deinet (4), Olbrich (4/1) und Trinczek. (rm)


Frankfurter Neue Presse vom Montag, 15. November 2004

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