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TV Petterweil in der Spitzengruppe etabliert

Mannschaft von Trainer Gebhard Fink besiegt auch SG Nieder-Roden 28:27 - Über den Kampf zum Spiel gefunden

Die Erfolgsstory geht weiter, und ein Ende ist eigentlich nicht in Sicht: Auf der Regionalliga-Bühne haben sich die Handballer des TV Petterweil nach dem 19. Spieltag endgültig in der absoluten Spitzengruppe etabliert, denn gestern Abend sprang in der Sporthalle an der Sauerbornstrasse gegen die SG Nieder-Roden nach einem tollen und bis zur letzten Sekunde außerordentlich spannenden Fight ein knapper 28:27 (15:15)-Sieg heraus. Für das Team von TVP-Coach Gebhard Fink, der wohl auch in der kommenden Runde auf dem Petterweiler Trainerstuhl zu finden sein wird, war es nicht nur der elfte Saisonerfolg, sondern nach der Niederlage des VTZ Saarpfalz tags zuvor in Irmenach auch der erstmalige Vorstoß auf Tabellenplatz drei - gleich hinter den Titelanwärtern aus Münster und Haßloch. »Nieder-Roden entpuppte sich als der erwartet schwere Gegner, der uns wahrlich nichts geschenkt hat. Über ein Remis hätten wir uns auch nicht beschweren können«, atmete TVP-Team-Manager Reinhard Kreft auf.

Trainer Gebhard Fink sah's ganz ähnlich: »Die SG-Deckung hat uns das Leben ganz schön schwer gemacht. Aber meine Meinschaft hat eine tadellose Einstellung an den Tag gelegt, quasi über den Kampf zum Spiel gefunden«. Dass man mit der Nieder-Rodener Defensive, der bislang stärksten aller 16 Regionalligisten, so sein liebe Mühe und Not haben würde, war auf Petterweiler Seite schon vorher vermutet worden. Und jene, die dies propagiert hatten, sollten - zumindest über weite Strecken der ersten Hälfte - auch Recht behalten.

Denn trotz der Tatsache, dass der Wetterauer Regionalligist durch das Mitwirken von Ziad Rejab erstmals seit langer Zeit wieder seinen kompletten Kader aufbieten konnte, begann's für die Gelb-Schwarzen vor rund 450 Zuschauern ziemlich zäh. 2:5-Rückstand nach acht Minuten, gar ein Fünf-Tore-Vorsprung für die Südhessen bis zur 16. Minute (5:10) - im Rückraum, speziell auf den Halbpositionen, sowie über die Außen kam beim Gastgeber vorne nur selten Produktives heraus.
Erst als das Rotatations-Prinzip zwischen Philip Deinet, Alexander Fetzer, Dennis Baier und Ziad Rejab besser funktionierte, später dann auch die Außen Jens Ruppert (links) und Heiko Trinczek (rechts) wirkungsvoller mit eingebunden werden konnten, und zudem in der TVP-Abwehr Sebastian Weber und Felix Schneider im Mittelblock energischer zupackten, kam der Durchbruch.

Jedenfalls kämpfte sich die Fink-Sieben wieder heran, verkürzte beispielsweise durch Heiko Trinczek (21.) und Ziad Rejab (23.) auf 11:12, um kurz vor der Halbzeit dann durch Dennis Baier in Unterzahl ausgleichen zu können (15:15). Dass es bis zur 41. Minute dauerte, ehe die Petterweiler die erste Führung der gesamten Partie verbuchen durften (20:19/Trinczek), verdeutlicht, mit welchem Elan hüben wie drüben zur Sache gegangen wurde.
Nur einmal (49. Minute - 23:20 durch Baier) gelang es dem TVP, auf drei Tore davon zu ziehen - zwei Minuten vor dem Abpfiff (26:26/Kokoc)
war alles wieder offen. Alexander Fetzer brachte wenig später mit seinem ersten und einzigen Treffer das Wetterauer Team wieder nach vorne, und gleich mit dem nächsten Angriff stellte Ziad Rejab per verwandelten Siebenmeter die Petterweiler Weichen auf Sieg (28:26/59.).
Nieder-Roden blieb nur noch Goal Nummer 27 (Schmitt): Zu wenig zum Punkten im schwierigen Kampf um den Klassenerhalt.

TV Petterweil: Martin Malik, David Reimann; Jörn Olbrich (1), Ziad Rejab (5/1), Heiko Trinczek (4), Alexander Fetzer (1); Felix Schneider (1), Andrej Shimonjenko, Jens Ruppert (1), Philip Deinet (8), Dennis Baier (5/1), Sebastian Weber (2).

SG Nieder-Roden: Jope, Brosch; Knaf (2), Paliocha (1), Quadt (3), Engel (2), Kokoc (4), Böhm (1), Luzak (9/3), Schmitt (4), Weiland (1), Beldermann.

Schiedsrichter: Cawein/Pfister (HV Pfalz)
Zeitstrafen: TVP 7 - SG 6
Siebenmeter: TVP 3/2 - SG 4/3
Zuschauer: 450.


Wetterauer Zeitung vom Montag, 14. Februar 2005

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