«Eine richtig geile Saison!»
Zum Ausklang der Saison 2008/09 gelang den Handballern des TV Petterweil in der Landesliga Mitte ein knapper 29:28 (15:14)-Erfolg über Absteiger HSG Münzenberg/Gambach.
Damit schlossen die Mannen von Trainer Detlef Ernst die Runde als Neuling auf einem erstaunlich guten dritten Tabellenplatz mit 27:25 Punkten ab. Münzenberg/Gambach stand schon vor dem Saisonfinale als Absteiger in die Bezirksoberliga Gießen fest.
In einem spannenden Wetterau-Derby hatte die Mannschaft des scheidenden HSG-Trainers Thomas Zeitz (übernimmt 2009/2010 die Regionalliga-Frauenmannschaft der HSG Walldorf) über die volle Distanz Paroli bieten können. Trainerkollege Ernst zog derweil eine überaus positive Bilanz dieser Runde – die Wiedergutmachung für die vorangegangene Niederlage war seinem Team ohnehin voll gelungen.
«Man merkte es meinem Team an , dass es noch einmal alles mobilisieren wollte, um das Spiel zu gewinnen», so Ernst, «da Münzenberg aber eine gute Figur abgab, entwickelte sich ein spannendes Spiel.»
Schon im ersten Abschnitt hatte das Spielgeschehen hin und her gewogt – mal lag der TVP in Front, am deutlichsten mit 12:9, mal hatte Münzenberg/Gambach die Nase vorne, wenngleich aus ihrem 14:13-Vorsprung kurz vor Ende der ersten Halbzeit die «Gelb-Schwarzen» dann noch eine eigene 15:14-Führung machen sollten.
Wer dachte, dass der TVP nach Wiederbeginn mit Vorsprüngen von 20:14 und 24:18 bereits für eine Vorentscheidung gesorgt hätte, sah sich getäuscht. Münzenberg/Gambach verkürzte sukzessive und zog schließlich in der Endphase sogar noch einmal gleich (26:26). «Da hinein spielte ein merklicher Substanzverlust meiner Jungs, von denen einige durchspielen mussten oder nur kurze Verschnaufpausen bekamen. Meine Jungs sind halt noch nicht clever genug, so ein Spiel ohne großen Nervenverlust nach Hause zu bringen», so Ernst.
Es blieb ein Tanz auf des Messers Schneide (27:27, 28:28), ehe der TV Petterweil doch noch das bessere Ende für sich behalten sollte und durch Felix Schneider mit dem 29:28-Siegtreffer belohnt wurde.
«Völlig ausgepowert und erschöpft feierten wir den Sieg anschließend ausgiebig mit den Fans», berichtet der TVP-Coach, «die Runde hat viel Substanz gekostet. Alle sind froh, jetzt durchzuschnaufen und sich zu erholen. Die Jungs haben eine richtig geile Saison gespielt, sehr fleißig trainiert und bekommen von mir jetzt ausgiebig Zeit zum Regenerieren.» Mit Rang 3 als Neuling hat man hinter dem VfL Goldstein das beste Ergebnis einer Aufstiegsmannschaft seit Gründung der Landesliga erreicht.
TV Petterweil: Schwittlinsky, Kuhlins (beide im Tor), Seipp; Führ (4 Treffer), Kurpiella (1), Al. Koch (4), Kunkel (5/2), Peschke (4/2), Schneider (3), Rautschka (2), Lange (6), Th. Koch.
Bad Vilbeler Neue Presse vom Dienstag, 12. Mai 2009
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