TVP läuft zu Hochform auf
Die Handballer des TV Petterweil blicken auf ein erfolgreiches Landesliga-Wochenende zurück, konnten sie doch den TV Breckenheim am Ende klar mit 33:24 (16:14) in die Knie zwingen und sich mit nun 14:10 Punkten auf Rang 4 der Tabelle etablieren.
«Breckenheim war aber der erwartet schwere Gegner und hat uns 45 Minuten lang alles abverlangt. Zum Glück hat meine Mannschaft meine Warnungen nicht in den Wind geschlagen», freute sich TVP-Trainer Detlef Ernst, dessen Team vom Anpfiff weg konzentriert agiert hatte. Im Spiel des zweitbesten Angriffs (TVB) gegen die zweitbeste Abwehr der Liga (TVP) legten die Petterweiler ein schnelles 3:0 vor. Ansonsten aber waren die Gäste stets dran. Janis Binder, ihr stärkster Akteur, setzte erste Akzente, wenn auch nicht immer mit der notwendigen Effektivität. «Unsere Abwehr», so Detlef Ernst, «sorgte dafür, dass er sich schon in der ersten Hälfte seine vier Torerfolge hart erarbeiten musste – gegen so einen exzellenten Spieler eine sehr gute Vorstellung meiner Mannschaft».
Vorne führte einmal mehr Martin Peschke hervorragend Regie, nur mit der Chancenverwertung sollte es nicht wie gewünscht klappen, und so ging der TVP dann auch nur mit einem Zwei-Tore-Polster (16:14) zur Pause.
Breckenheim setzte seine Manndeckung aus der ersten Hälfte gegen Peschke im zweiten Abschnitt fort, «doch jetzt setzten meine Jungs im Spiel 5 gegen 5 die richtigen Mittel ein, um den Gegner zu knacken», freute sich Ernst. Entweder über den Kreis oder durch feine Einzelleistungen (Schneider bzw. Thorsten Koch) wurden in regelmäßigen Abständen die Tore erzielt. Breckenheim ließ sich aber nicht abschütteln, sondern egalisierte vielmehr zum 20:20. Dann wurde es «heiß»: Breckenheim glich in Unterzahl zum 22:22 aus, der TVP legte wieder zum 23:22 vor. Dann kassierte Breckenheim eine Zeitstrafe, woraufhin Detlef Ernst Manndeckung gegen Janis Binder anordnete – und die Gäste in der Folge regelrecht einbrechen sollten. «Daraufhin liefen meine Jungs zu Hochform auf und sorgten mit einem 10:0-Tore-Lauf binnen acht Minuten für die Vorentscheidung. Hägele und seine Vorderleute griffen sich jetzt einen Angriff nach dem anderen!»
Breckenheim hatte nichts mehr hinzuzusetzen und begann zu resignieren. Wenn es überhaupt einen Hauch von Kritik in Detlef Ernsts Analyse gab, dann «dass wir eine Reihe von Möglichkeiten durch Unkonzentration vergeben haben – da hätten wir eine eventuelle Spielentscheidung schon früher herbeigeführen können».
TVP: Hägele, Petrillo; Rautschka (3 Tore), Lange (2), Führ (2), Al. Koch (3), Kunkel (2/1), Th. Koch (2), Jung (5), Schneider (6), Peschke (7), Ruppert (1).
Frankfurter Neue Presse vom Dienstag, 16. Dezember 2008
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