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Dünne Decke zwingt zur Tempodrosselung

Petterweil. Mit dem nächsten Hessen-Derby am morgigen Sonntag (18 Uhr) bei der SG Nieder-Roden geht für die Handballer des TV Petterweil der sportliche Überlebenskampf in der Regionalliga Südwest weiter. Sieben Tage nach dem wichtigen Sieg über Vulkan Vogelsberg könnte man den nächsten großen Schritt gen Klassenerhalt machen .

Eine Woche später wartet auf den TVP, der mit zwei Pluspunkten vor Nieder-Roden derzeit Rang 10 belegt, mit Schlusslicht Saarbrücken eine lösbare Aufgabe. Nach der Spielpause über Ostern trennen die Mannschaft der Trainer Thomas Jäth/Gebhard Fink noch fünf Partien vom Saisonende. Gemäß der Formel „6 aus 7“ will der TVP seine Existenz in der 3. Liga sichern. „Wir brauchen noch sechs Punkte, um die Klasse zu halten“, so Jäth. Die Hoffnung ruht insbesondere auf den verbleibenden Heimpartien gegen Saarbrücken (9. 4.), Römerwall (30. 4.) und Saarpfalz (13. Mai).

In Nieder-Roden muss Petterweil auf seine Ausleihen Philip Deinet und Fabian Freiwald verzichten. Das Duo ist zeitgleich für Zweitligist TV Gelnhausen im Einsatz. Somit stehen den Gästen, die das Hinspiel knapp mit 22:21 gewannen, nur 8 Feldspieler plus 2 Torhüter zur Verfügung. Für den Rest der Saison gar nicht berücksichtigt wird Keeper David Reimann, der laut Jäth nicht mehr zum Training erscheint. Reimann, der mit seinen Eskapaden bereits in der Saisonvorbereitung für Unruhe gesorgt hat, wird ab kommender Saison für Bezirksoberligist TSV Griedel spielen.

Aus einer kompakten Abwehr heraus will der TVP den Nieder-Rodenern Paroli bieten. Durch die dünne Personaldecke bleibt Petterweil nichts anderes übrig, „als das Tempo aus dem Spiel zu nehmen“. Zudem gilt es die Kreise des torgefährlichen Andreas Knaf einzuengen.

Für Jäth ist die Situation in Petterweil vergleichbar mit der des Gegners. „Nieder-Roden kämpft wie wir mit geringen Mitteln ums Überleben“, erklärt der TVP-Coach, der dem Gegner die Daumen drückt. „Ich hoffe, dass die SGN und Petterweil gemeinsam die Klasse halten“, da man ein gutes Verhältnis zu Nieder-Roden habe. (rm)


Frankfurter Neue Presse vom Samstag, 01. April 2006

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