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Petterweil schrammt an der Sensation vorbei

So leicht war es für den TV Petterweil wohl noch nie, den Favoriten HSG Lollar/Ruttershausen zu bezwingen. Warum es um ein Tor nicht gereicht hat.


„So leicht werden wir nicht mehr die Chance erhalten, eine HSG Lollar/Ruttershausen zu bezwingen“, trauert TV Petterweils Kotrainer Martin Peschke nach der 25:26 (14:13)-Auftaktniederlage gegen den Titelanwärter vor 350 Zuschauern in eigener Halle einem möglichen Erfolg nach. Schließlich sei der Titelaspirant ersatzgeschwächt angetreten und damit auch ohne seinen Starspieler, Champions-League-Gewinner Carlos Prieto (wir berichteten), der auf einem DHB-Lehrgang weilte.

Die Petterweiler starteten furios und führten nach sechs Minuten bereits mit 4:1 (Christian Dänner traf). Daraus wurde jedoch alsbald ein 5:7-Rückstand (15.). „Wir haben uns zu viele individuelle Fehler geleistet“, bemängelte Peschke. Zugleich habe man auch etliche freie Bälle verworfen. Bis zur Pause hatten sich die Schwarz-Gelben aber wieder gefangen und eine 14:13-Führung erzielt. Den knappen Vorsprung baute der TVP dann bis zur 37. Minute durch Felix Koffler auf 18:15 aus. „Daraufhin jedoch machte sich das Fehlen von Jonas Koffler ganz besonders stark bemerkbar, der sich im Abschlusstest gegen Obernburg zumindest eine Prellung zugezogen hat“, berichtet Martin Peschke, dass fortan viele Chancen von der Königsposition „Rückraum links“ versiebt wurden.

Folglich kippte die Partie erneut, Lollar legte zum 22:23 (52.) vor und stand 47 Sekunden vor Schluss beim Stande von 24:26 als Sieger fest. Für den TVP reichte es nur noch zum 25:26-Anschlusstreffer durch Roman Hitzel 21 Sekunden vor dem Ende. „In puncto Einsatz kann ich unseren Jungs keinen Vorwurf machen – aber über die vielen Fahrkarten nach unserer 18:15-Führung kann man sich richtig ärgern“, meinte Martin Peschke. Eine tadellose Leistung, die mit Note eins bedacht wurde, habe Björn Ehmer im rechten Rückraum gezeigt.

TV Petterweil: Eckert, Flach; Trouvain (1), Kehrein (1), T. Koch (3), Witzel, F. Koffler (2), Dänner (1), Alt (1), Lange (6/4), Thomer (2), Hitzel (4), Ehmer (4). gg


Bad Vilbeler Neue Presse vom Dienstag, 19. September 2017

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