TV Petterweil feiert Klassenerhalt bis morgens um acht
Es ist vollbracht! Durch einen ganz souveränen 24:17 (10:5)-Triumph im „Abstiegs-Endspiel“ der Handball-Landesliga Mitte bei der TSG Eddersheim hat der TV Petterweil am vorletzten Spieltag das Ticket für die Saison 2016/17 gelöst. Zugleich verurteilten die Schützlinge des Trainergespanns Heiko Trinczek/Martin Peschke Gastgeber Eddersheim zu 99,9 Prozent zum Abstieg. Nur bei einer äußerst günstigen Konstellation in den oberen Ligen (Rückzug von Mannschaften) würde Eddersheim über daraus resultierende Entscheidungsspiele noch einmal die Chance erhalten, sich eventuell doch noch zu retten.
„Wir haben bis in die Morgenstunden in unserer Stammkneipe gefeiert“, verrät Petterweils „Ko“ Peschke, „ich war am Sonntagmorgen um 8 Uhr der Letzte, der in unserer Stammkneipe ’Alt Petterweil’ auch abgeschlossen hat.“ Damit können die Petterweiler ihrem Saisonfinale am Samstag (18 Uhr) gegen die TG Friedberg ganz (aus-)gelassen entgegensehen.
Im Hexenkessel ganz cool
Zumindest die Hälfte der insgesamt 300 Zuschauer, die der Partie in Eddersheim beigewohnt hatten, waren pro Petterweil gestimmt und unterstützten ihre Schwarz-Gelben lautstark. „Aber noch mit viel mehr Phon als die Gastgeber“, hatte Martin Peschke bemerkt. Der TVP bewies in diesem Hexenkessel von Anfang an starke Nerven und lag bereits nach acht Minuten mit 6:1 in Führung. Man schien von der Atmosphäre regelrecht beflügelt, während die Eddersheimer sichtlich nervös und gelähmt wirkten.
„Eddersheim unterliefen viele technische, vor allem Fangfehler. Außerdem benötigte sie stets sehr viele Versuche, bis mal ein Tor daraus wurde“, hatte Peschke ausgemacht. Über ein 7:2 (20.) konnte der TVP seinen Gastgeber bis zur Pause mit fünf Treffern (10:5) auf Distanz halten.
Zu Beginn der zweiten Hälfte schmolz der Vorsprung auf drei Treffer zusammen (13:10/38.), „aber wir sind gleich wieder zurückgekommen und bauten die Führung fortan wieder aus“, schreibt Martin Peschke das starke Happy End seines Teams nicht zuletzt einer überragenden Leistung von Tormann Max von Borstel zu: „Der Junge hat abermals saustark gehalten.“
TVP: von Borstel (1), Popp; Peschke (7/4), Koch (4), J. Koffler (3), Führ (3), Thomer (3), Lange (1/1), F. Koffler (1), Neuhalfen (1), Trouvain, Fink, Scherrer. gg
Bad Vilbeler Neue Presse vom Dienstag, 26. April 2016
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