TV Petterweil kassiertdeutliche Niederlage
(hep) Das war heftig. Mit einer hohen 21:36 (12:17)-Niederlage gegen die aufstrebende SG Lollar/Ruttershausen musste der TV Petterweil in der Handball-Landesliga Mitte die Heimreise antreten. Während sich die Gastgeber damit endgültig unter den Top-Teams der Liga einreihen, richten sich die Blicke der Petterweiler Verantwortlichen als Rangneunter in Richtung Abstiegszone.
Trotz der hohen Niederlage hielten sich die Vorwürfe von Trainer Heiko Trinczek an seine Mannschaft in Grenzen. Zu groß sind derzeit die Verletzungssorgen, die bei den Gelb-Schwarzen seit Beginn der Runde ein kontinuierliches, erfolgversprechendes Arbeiten nahezu unmöglich machen. »Neben den vier Stammspielern, auf die wir verzichten müssen, haben wir von Woche zu Woche neue Löcher zu stopfen. Jedes Mal wenn ich einen neuen Spieler für die vakante Position gefunden habe, fällt der mir auch wieder aus«, schildert Trinczek seine Nöte. Besonders schmerzt aktuell der Ausfall von Thorsten Koch. Die Lücke, die sein Ausfall reißt, macht sich besonders im Abwehrbereich bemerkbar, gilt er doch als Chef dieses Verbunds.
Trotz aller Widrigkeiten und einer schnellen 4:1-Führung der Gastgeber kämpften sich die Petterweiler Handballer gut ins Spiel hinein. Beim 7:6 (15.) begann die Sonne wieder zu scheinen. »Gerade jetzt, als ich dachte, die Jungs können das und kompensieren unsere Ausfälle mit Erfolg, kam der Bruch im Spiel«, berichtet Trinczek. Das hohe Tempo, dass Lollar/Ruttershausen von Beginn an anschlug, forderte nach und nach seinen Tribut. Tor um Tor begann die Gastgeber-SG jetzt ihren Vorsprung auszubauen. »Mit dem 12:17-Rückstand zur Pause war ich noch einverstanden. Er spiegelte den bis dahin vorhandenen Unterschied beider Mannschaften wider«, erklärte Trinczek.
Nach dem Seitenwechsel brachen beim TV Petterweil die Dämme jedoch total. Der Druck auf die Gästeabwehr nahm stetig zu. Immer wieder versetzten die HSG-Akteure mit starken Eins-gegen-eins-Aktionen ihre Gegenspieler. Beim 30:17 (45.) war das Spiel längst gelaufen. Für Petterweil bestand die Restspielzeit lediglich noch darin, Schadenbegrenzung zu betreiben. »Ich habe nochmal die Abwehr von einem 6:0-Verbund auf eine 5:1-Variante umgestellt und alles Mögliche probiert, aber die hohe Niederlage war nicht mehr zu verhindern«, machte Petterweils Trainer deutlich. »Was ich meiner Mannschaft vorwerfen kann, ist bestenfalls, dass sie zu früh aufgegeben und über die Dauer des Spiels ihre vorhandenen Torchancen nicht optimal genutzt hat«, so Trinczek, der den Klassenunterschied beider Teams aber anerkannte.
Dass Jens Wassberg wieder mit dabei war und dem Spiel seiner Mannschaft zukünftig mehr Möglichkeiten einräumt, nimmt der Trainer ebenso als positiven Eindruck mit wie auch die Tatsache, dass Lennart Trouvain nach langer Durststrecke wieder 15 Minuten auf der Platte stand und seine Sache in dieser Zeit doch recht ordentlich machte.
SG Lollar/Ruttershausen: Bukschat, Anthes; Frosch (1), Graf (1), Bambey (1), Spieß (6/4), Kludt (6), Philipp Engel (6), Piazolla (1), Dorzweiler (1), Polat, Ziehm (5), Patrick Engel (4),Voss (4).
TV Petterweil: van Borstel, Popp; Trouvain (2), Flach (1), Jonas Koffler (3), Rautschka (1), Neuhalfen, Witzel (1), Wassberg (1), Hedayat-Nezhad, Felix Koffler, Lange (6/1), Thomer (4), Peschke (2).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Budde/ Ehlert (Groß-Rohrheim). -
Siebenmeter: 4/4:3/1. -
Strafzeiten: 6:8 Minuten. -
Zuschauer: 100
Wetterauer Zeitung vom Montag, 18. Januar 2016
Im PDF-Format anzeigen - Direktlink