TV Petterweil |
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TuS Dotzheim |
36 |
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Landesliga Mitte
08. Februar 2009, 18:00 UhrOliver Jung lässt Dotzheims Keeper alt aussehen
Mit zehn Treffern trägt Petterweils Rechtsaußen maßgeblich zur gelungenen Revanche für die Hinspielniederlage bei. Nach durchwachsener erster Hälfte mit zahlreichen individuellen Fehlern gewinnt der TVP letztlich klar mit 36:28 gegen den TuS Dotzheim.
Achtung, TVP! Dotzheim trifft wie kein Zweiter
Die letztwöchige 27:30-Niederlage bei «Kellerkind» TV Mainzlar hat den TV Petterweil in der Handball-Landesliga Mitte auf den fünften Platz zurückgeworfen. Da ist aus Sicht von TVP-Trainer Detlef Ernst im morgigen Heimspiel (18 Uhr, Sporthalle an der Sauerbornstraße) natürlich umgehend Wiesergutmachung gefordert.
Die Aufgabe, die es für die «Gelb-Schwarzen» zu lösen gilt, ist indes nicht ohne! Mit TuS Dotzheim stellt sich zum einen ein Tabellennachbar vor, der mit 16:16 Zählern an siebter Stelle rangiert. Zum anderen verfügen die Dotzheimer über das treffsicherste Team der Liga: schon 491 erzielte Tore sind das Beste, was diese Spielklasse zu bieten hat. Allerdings: 479 Gegentore stellen Dotzheims Defensivabteilung nicht unbedingt ein gutes Zeugnis aus. Wie auch der TVP musste sein morgiger Gast vor Wochenfrist Lehrgeld zahlen und hatte gegen die TSG Ober-Eschbach mit 31:36 das Nachsehen. gg
FNP vom Samstag, 07. Februar 2009
Im PDF-Format anzeigen - DirektlinkKoch und Jung treffen für TVP nach Belieben
Petterweil mit überraschendem 36:28 (16:15)-Erfolg gegen den TuS Dotzheim -
Ernst: Unsere beste Saisonleistung
Detlef Ernst, der Coach des TV Petterweil, hatte wohl ein wenig tief gestapelt. TuS Dotzheim, der gestrige Kontrahent in der Sporthalle an der Sauerbornstrasse, sei haushoher Favorit, war vorab vom TVP-Übungsleiter zu hören, und auch unmittelbar vor dem Anpfiff gab er sich höchst vorsichtig: “Das wird eine ganz schwere Kiste“. Knappe zwei Stunden später war er schlauer und strahlte übers ganze Gesicht. Der Grund war erstens das Resultat und zweitens die tolle Vorstellung, die sein Team den rund 300 am Ende begeisterten Fans geboten hatte: Mit 36:28 (16:15) fegte der Wetterauer Landesligist die Gäste aus der Wiesbadener Kante aus der Halle, blieb also erneut zu Hause ungeschlagen und verbesserte sich mit dem achten Saisonsieg so ganz nebenbei mit nunmehr 19:15 Punkten im Gesamtklassement auf Position drei. “Unsere beste Saisonleistung“, lobte Ernst die Darbietungen seiner Truppe über Gebühr. Wichtig für den Erfolg sei gewesen, dass man der Dotzheimer Fähigkeit, früh eine Partie zu entscheiden, mit hoher Konzentration begegnet sei: “Und in der zweiten Hälfte lief’s dann optimal. Es hat einfach alles gepasst.“
Stark beim Sieger: Rechtsaußen Oliver Jung, der etliche Tempogegenstöße erfolgreich abzuschließen verstand, und Alexander Koch im linken Rückraum. Beide trafen fast durchgehend nach Belieben, was man von der hoch gelobten Dotzheimer Offensiv-Abteilung, die nur in Abschnitt eins ihre Klasse zumindest ansatzweise demonstrieren durfte, trotz der 28 erzielten Goals wahrlich nicht behaupten konnte. Gleichwohl: Einen Triumph mit acht Toren Vorsprung, den hatte man seitens der Gastgeber nicht für möglich gehalten, und zur Pause, nach 30 absolvierten Spielminuten, schien eigentlich alles auf eine ganz enge Geschichte hinauszulaufen.
Denn sich mit mehr als zwei Toren abzusetzen, wollte hüben wie drüben partout nicht gelingen. Mal führte Petterweil (7:5/10.), mal Dotzheim (9:10/18.), dann stand’s wieder Unentschieden (15:15/29.). Maximilian Rautschka blieb es schließlich vorbehalten, die Ernst-Sieben mit einem knappen Polster (16:15) in die Halbzeit zu verabschieden. Alexander Koch und Oliver Jung legten gleich nach Wiederanpfiff des zuweilen recht merkwürdig pfeifenden Schiedsrichter-Gespanns Gorzawski/Günther nach (18:15/32.), später dann, bis etwa zur 41. Minute (21:19 durch Dotzheims Tsoultsidis), blieben die Gäste durchaus noch auf Tuchfühlung.
Martin Peschke per verwandelten Siebenmeter und Thorsten Koch sorgten trotz vieler Zeitstrafen, die den Handballern aus dem Karbener Stadtteil in dieser Spielphase aufgebrummt wurden, erstmals für einen Vier-Tore-Vorsprung (23:19/43.). Eine Art Vorentscheidung, wie sich herausstellen sollte, zumal sich die Petterweiler Cracks dieses Polster nicht mehr nehmen ließen und zu großer Form aufliefen.
Zur Verdeutlichung: Oliver Jung traf in die Vollen, wie er wollte, erhöhte unter anderem auf 25:20 nach 45 Minuten, auf 28:21 (49.) und auf 33:26 in der Schlussphase. Alexander Koch wollte da nicht nachstehen, zielte genauso sicher und markierte die TVP-Volltreffer zum 27:21 (48.), zum 29:22 (51.) und zum 35:27 (58.). Tor Nummer 36 gelang schließlich “Maxi“ Rautschka. Wenig später war Feierabend, und die Petterweiler Fan-Gemeinde verabschiedete ihr Team mit donnerndem Applaus in die Kabine.
TV Petterweil: Ralf Hägele, Marco Petrillo; Alexander Robus (1), Dominik Führ (1), Jan Kurpiella, Alexander Kunkel (2), Thorsten Koch (2), Oliver Jung (10), Martin Peschke (8/6), Jens Ruppert, Felix Schneider (1), Maximilian Rautschka (3), Pierre Lange, Alexander Koch (8).
TuS Dotzheim: Ellermann, Conradi; Ücel (1), Gramlich (2), Lorenz (3), Winter (1), Weitz (8), Christ (1), Paraveskopulos (1), Tsoultsidis (8/6), Kröck (1), Schröder (2), Dembach.
Schiedsrichter: Gorzawski/Günther (Heusenstamm/Langenselbold). – Zeitstrafen: TVP 8 – TuS 4. –
Siebenmeter: TVP 6/6 – TuS 8/6. –
Zuschauer: 300. Uwe Born
Wetterauer Zeitung vom Sonntag, 08. Februar 2009
Im PDF-Format anzeigen - Direktlink36:28 – TV Petterweil «physisch dominant»
Petterweil. Der TV Petterweil ist in der Handball-Landesliga Mitte an die dritte Position zurückgekehrt! Auslöser hierfür war am Wochenende der überraschend hohe 36:28 (16:15)-Sieg über Oberliga-Absteiger TuS Dotzheim, mit 519 erzielten Toren mit Abstand treffsicherstes Team der Liga. Mit 19:15 Punkten ist man nun erster Verfolger des bereits ein wenig enteilten Spitzenduos TSF Heuchelheim (29:1) und TSG Ober-Eschbach (23:9).
Die «Gelb-Schwarzen» waren vor 300 Zuschauern doppelt gewarnt: von der Hinspielniederlage, als die Partie bereits nach 30 Minuten vorentschieden war – und vom klaren Sieg der für starke Anfangsphasen bekannten Dotzheimer in Mainzlar mit 10 Toren Unterschied.
In einem flotten Spiel gelang es zunächst keiner Mannschaft, sich abzusetzen. «Mir war klar», so TVP-Trainer Derlef Ernst, «dass unsere Chancen mit zunehmender Spieldauer stetig steigen würden. Drum forderte ich, das Tempo hoch zu halten, um dem Gegner keine Pausen zu gönnen.» Da sich in der Folge auch die Abwehr steigerte und mehr und mehr die Oberhand gewann und auch Torhüter Hägele einige Bälle fischte, sei es für ihn nur eine Frage der Zeit gewesen, wann die Wiesbadener Vorstädter einbrechen würden. Zur Pause hatte Maximilian Rautschka dann die Gastgeber mit 16:15 in Front gebracht.
An Dotzheims Leistungsträgern Weitz, Christ, Kröck und Lorenz gingen die intensive Abwehrarbeit des TVP und das hohe Tempo nicht spurlos vorbei, benötigten sie doch zunehmend mehr Pausen auf der Bank. Infolgedessen kam es beim Gegner zu einem merklichen Qualitätsverlust. Zehn Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, als es zur alles entscheidenden Phase der Partie kam und sich Petterweil erstmals auf vier Tore (23:19) abgesetzt hatte. «Jetzt war der Gegner nicht mehr in der Lage, unsere physische Dominanz zu kontern. Jeder Fehler der Dotzheimer wurde gnadenlos ausgenutzt», freute sich Ernst.
Ein bärenstarker Rechtsaußen Oliver Jung setzte sich besonders in Szene. Nicht nur im Konterspiel, sondern auch beim Abschluss aus dem Positionsangriff gelang ihm eine sensationelle Effektivität. «Aber», so Ernst, «und das war der Schlüssel zum Sieg, alle Spieler haben einen wesentlichen Teil zu dieser Galavorstellung beigetragen. Ich hatte nach Mainzlar eine höhere Einsatzbereitschaft und mehr Leidenschaft eingefordert. Diese wurde dann auch prompt gezeigt. Wichtig auch, dass wir die taktischen Dinge einer offensiven Abwehr gegen unseren Spielgestalter Martin Peschke anwendeten und die sich dadurch bietenden Räume effektiv nutzten. In jener Phase zeichneten sich speziell die starken Alex Kunkel und Alex Koch aus.» Über 25:20 (45.), 28:21 (49.) ging es zum 35:27 (58.) – dem TVP war der Sieg nicht mehr zu nehmen.
Weiter geht es für den TVP erst wieder mit dem «Final Four» am 21. Februar in Oberursel.
TV Petterweil: Hägele, Petrillo; Robus (1), Führ (1), Kurpiella, Al. Kunkel (2), Tho. Koch (2), Jung (10), Peschke (8/6), Ruppert, Schneider (1), Rautschka (3), Lange, Al. Koch (8). gg
FNP vom Dienstag, 10. Februar 2009
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