TV Petterweil I

-

TSG Münster II

25

:

24

Landesliga Mitte

13. Februar 2011, 18:00 Uhr

Happy End nach dramatischem Spitzenspiel

Der TVP zeigt beim 25:24 gegen den Meisterschaftsfavoriten Münster eine deutliche Steigerung. Sehr homogene Mannschaftsleistung mit einem herausragenden Helmut Michalke im Tor.

Thorsten Koch
4
4 / 0
Martin Peschke
4
2 / 2
Felix Schneider
4
4 / 0
Alexander Koch
3
3 / 0
Jörn Olbrich
2
2 / 0
Kai Hardt
2
2 / 0
Maximilian Rautschka
2
2 / 0
Pierre Lange
2
2 / 0
Ralf Scherrer
1
1 / 0
Alexander Kunkel
1
1 / 0
Felix Koffler
0
0 / 0
Helmut Michalke
0
0 / 0
Oliver Malkmus
0
0 / 0
Jens Ruppert
0
0 / 0

Münster II will Revanche

Die TSG Münster II und der TV Petterweil stehen punktgleich an der Tabellenspitze. Der punktgleiche TV Idstein trifft auf den Tabellenvierten HSG Wettenberg. Somit wird das direkte Aufeinandertreffen der ersten Vier sicherlich richtungweisend sein. Idstein könnte mit einem Sieg bereits den Abstand auf Idstein auf vier Punkte ausbauen. Und die TSG Münster möchte sich für die 32:35-Heimniederlage aus der Hinrunde am Sonntag (18 Uhr, Sporthalle) revanchieren.

Für Trainer Stefan Hartmann gilt es, zum einen das eigene Tempospiel aufzuziehen und somit das Aufeinandertreffen gegen den robusten Abwehrverband des TV Petterweil möglichst zu vermeiden. «Dafür müssen wir ein bisschen aktiver werden in der Abwehr», fordert er von seinem Team nach dem 31:31 gegen den allerdings verstärkten TV Hüttenberg II. Dabei muss er vor allem auf den zentralen Rückraumspieler Martin Peschke ein Augenmerk legen, der ebenso wie der frühere Münsterer Zweitligaspieler Jörn Olbrich für viel Unruhe und Druck sorgen kann. Hartmann geht guten Mutes in das Spiel rein, blieb sein Team bei 14:2 Punkten aus den letzten acht Spielen ungeschlagen. Fritz Scheerers Einsatz nach seiner Sprunggelenkverletzung ist noch fraglich, Manuel Winkler ist nach seinem Urlaub wieder dabei. vho


Höchster Kreisblatt vom Freitag, 11. Februar 2011

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Schnelle «Hartmänner»

Zum Auftakt prallt heute Abend (19.15 Uhr, Sporthalle am Hexenturm) der Tabellenzweite TV Idstein (22:10 Punkte) auf den Vierten HSG Wettenberg (20:12).

Morgen steigt dann um 18 Uhr in der Petterweiler Sporthalle an der Sauerbornstraße der zweite Wochenend-Knüller, wenn sich mit dem TVP (Spitzenreiter mit 22:10 Zählern) und TSG Münster II (3./ebenfalls 22:10) die Nummern 1 und 3 der Liga duellieren.

Dabei kommt es in Petterweil zum Duell des besten Angriffs der Liga mit einer der besten Abwehrreihen. Im Hinspiel hatte der TVP mit einem 35:32-Erfolg beide Punkte entführen können, so dass trotz des deutlich besseren Torverhältnisses der Gäste die Petterweiler momentan die Nase vorn haben.

Nach wechselhaftem Saisonstart hat sich Münster stabilisiert und gilt inzwischen als aussichtsreichster Titelkandidat. Das Team von Trainer Stefan Hartmann spielt sehr erfolgreich eine konsequente schnelle Mitte und 60 Minuten Tempohandball – darauf gilt es sich besonders einzustellen. Auch die Räume der gefährlichen Rückraum/Kreis-Achse Clasen/Zapototschny müssen eingeengt werden.

Nach den beiden letzten nicht so überzeugenden Partien hat das Petterweiler Team sich im Laufe der Woche intensiv auf die gegnerischen Angriffsstärken vorbereitet und optimal eingestellt. Bis auf den aus dem letzten Spiel noch angeschlagenen Thorsten Koch, hinter dessen Einsatz noch ein Fragezeichen steht, sind alle Mann an Bord, so dass mit einem interessanten Fight zu rechnen ist. Der Sieger von morgen Abend kann sich dann zumindest für eine Woche an der Tabellenspitze sonnen. gg


Bad Vilbeler Neue Presse vom Samstag, 12. Februar 2011

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Alexander Koch trifft kurz vor Schluss – 25:24

Ernst Sieben gewinnt gegen die bis dato punktgleiche TSG Münster II das Spitzenspiel und ist nun alleiniger Tabellenführer

Führt man als Handball-Landesligist nach 16 von 26 Meisterschaftspartien die Tabelle an und erwartet am 17. Spieltag einen der beiden bis dato punktgleichen Verfolger, bietet sich der Begriff “Gipfeltreffen“ geradezu an und verspricht darüber hinaus voll besetzte Zuschauer-Ränge. Eben diese Vorzeichen galten gestern Abend für das Heimspiel des Landesliga-Spitzenreiters TV Petterweil, denn die Mannschaft von TVP-Coach Detlef Ernst empfing den Rangdritten TSG Münster II. Bekannt war allen beteiligten Protagonisten, dass der TV Idstein, also der dritte Klub des Führungstrios, tags zuvor auf eigenem Parkett gegen die HSG Wettenberg mit 26:29 baden gegangen war. Daraus ergab sich für die Petterweiler Truppe: Ein Sieg über Münster II, und man hätte sich vorne gegenüber der Konkurrenz ein kleines, aber feines Punktepolster geschaffen. Gesagt, getan: Nach einem außerordentlich spannenden und auf sehr gutem Landesliga-Niveau stehenden Handball-Krimi siegte die Ernst-Sieben mit 25:24 (10:10) und gilt im Gesamt-Klassement ab sofort als die alleinige Nummer eins.

Klar, dass rund 400 Zuschauer nach 60 abwechslungsreichen Minuten auf den Bänken standen und der eigenen Mannschaft ein enthusiastisches “Spitzenreiter, Spitzenreiter“ gönnten. Auch Detlef Ernst, der wegen der Bedeutung dieser Partie seinen Aufenthalt bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen kurzerhand beendete, sein Team vorab jedoch als Außenseiter eingestuft hatte, war zunächst mal ziemlich geschafft. Nachdem sich auch sein Pulsschlag auf Normalmaß reduziert hatte, wurde er konkret: “Hochachtung vor der Leistung unserer Spieler, denn sie verstanden es, sich gegenüber den jüngsten Auftritten enorm zu steigern. Und zwar nicht nur einer, sondern alle“. Man dürfe nicht vergessen, dass Münster II in dieser Liga über die beste Offensive verfüge: “Dass wir solch starken Leuten in der ersten Hälfte lediglich zehn Tore gestatteten, war wirklich beeindruckend und eine ganz wichtige Voraussetzung für den Sieg“.

Die Partie selbst entwickelte sich von Beginn an als ausgesprochen enge Geschichte. Zwar durchsetzt mit einigen Stockfehlern auf beiden Seiten, aber jederzeit rasant und mit allen erlaubten Mitteln geführt. Helmut Michalke, der Tausendsassa im Petterweiler Kasten, hielt - zumindest 30 Minuten lang – schlichtweg überragend. Seinen tollen Reaktionen hatten es die Platzherren zu verdanken, dass sie den HSG-Cracks stets auf Augenhöhe Paroli zu bieten verstanden, ja sogar die Chance hatten, sich schon zur Pause ein kleines Tore-Polster zu verschaffen.

Daraus wurde freilich nichts: Nach dem 3:3-Zwischenstand führte der Spitzenreiter durch Treffer von Felix Schneider und Jörn Olbrich zunächst mit 5:3 (9.), später dann durch Goals von Martin Peschke und Maximilian Rautschka mit 8:6 (20.). Doch Münster egalisierte in beiden Fällen postwendend, lag in der 23. und 26. Minute selbst knapp in Führung, ehe zwei Volltreffer von Petterweils Nummer 10, Thorsten Koch, den 10:10-Pausenstand erbrachten.

Halbzeit zwei eröffneten die Schwarz-Gelben furios: Pierre Lange und Alexander Koch trafen in die Vollen – 12:10 nach 33 Minuten. Wenig später stand’s 13:13 (39.), nach 49 Minuten 19:19 und in der 54. Minute 20:20. Die Schlussphase musste also die Entscheidung bringen: Felix Schneider (21:20) und Alexander Koch (22:20) eröffneten die letzten fünf Spielminuten aus Petterweiler Sicht optimal, Kai Hardt zeichnete für das 23:21 verantwortlich und Kreisläufer Felix Schneider zwei Minuten vor dem Abpfiff für den inzwischen siebten Zwei-Tore-Vorsprung (24:22).

Das Aus für Münster II? Noch nicht. Möller und Winkler glichen für den Gast bis elf Sekunden vor dem Abpfiff zum 24:24 aus –ein Remis schien zum Greifen nah. Doch diesbezüglich hatten Münsters Trainer Stefan Hartmann und seine Leute die Rechnung ohne Petterweils Alexander Koch gemacht. Der TVP-Rückraumspieler erfasste in den noch verbleibenden zehn Spielsekunden blitzschnell die Situation, tauchte frei vor dem Kreis auf, jagte das Leder zum 25:24-Siegtreffer in die Maschen und brachte angesichts des elften Petterweiler Saisonsieges, den man durchaus als einen der ganz wichtigen bezeichnen kann, die Fans auf der Tribüne vollends aus dem Häuschen.

TV Petterweil: Helmut Michalke, Oliver Malkmus; Jörn Olbrich (2), Martin Peschke (4/2), Alexander Kunkel (1), Kai Hardt (2), Jens Ruppert, Alexander Koch (3), Pierre Lange (2), Ralf Scherrer (1), Felix Schneider (4), Felix Koffler, Maximilian Rautschka (2), Thorsten Koch (4).

TSG Münster II: Bansa, Marc Kunz; Reindl (3/1), Möller (3), Winkler (5/1), Wesche (1), Zies (1), Zapototschny, Clasen (1), Tim Kunz (1), Engel (4), San Jose (1), Schuster (4/1).

Im Stenogramm:
Schiedsrichter: Marchlewitz/Stadtmüller (Seligenstadt/Heusenstamm).
Siebenmeter: TVP: 2/2 – TSG II: 5/3.
Zeitstrafen: TVP: 1 – TSG II: 4.
Rote Karte: Jörn Olbrich (56.), Pierre Lange (60.)
Zuschauer: 400.
Uwe Born


Wetterauer Zeitung vom Montag, 14. Februar 2011

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Koch verdirbt Münster den Brei

Neun Spieltage vor Saisonschluss liegen die von Detlef Ernst trainierten Petterweiler mit 24:10 Punkten aussichtsreich an der Spitze – mit dem 22:12-Trio HSG Wettenberg, TV Idstein und TSG Münster II sowie der TSG Oberursel (20:14) im Nacken.

Die Partie gegen Münster sollte all das halten, was man sich von ihr versprochen hatte. Beide Teams spielten in Bestbesetzung. Münster mit seinem ehemaligen Coach und Torwart Conrad Bansa zeigte gleich, das man gekommen war, um zu gewinnen. Ernst: «Wir gingen nach den zuletzt gezeigten Leistungen als leichter Außenseiter ins Spiel. Es entwickelte sich eine rasante und spannende Partie.»

Beim Stand von 5:3 ahnte keiner, dass dies bereits der größte Vorsprung sein würde, den sich eines der beiden Teams erspielen konnte. Die Torhüter, vor allem der glänzend aufgelegte Helmut Michalke im TVP-Kasten, und die Abwehrreihen zeigten tadellose Leistungen. Der Pausenstand von 10:10 entsprach dem Spielverlauf und spiegelt das so enge Match exakt wider.

Durchgang zwei begann optimal für die Petterweiler. Ernst: «Münster hatte Anwurf. Wir holten uns mit stark verbesserter Abwehr und einem gehaltenen Siebenmeter von Michalke gleich vier Angriffe ohne Torerfolg und nutzten das zur 12:10-Führung. Münster egalisierte aber postwendend und bestrafte jeden Fehlwurf gnadenlos mit Torerfolg – aber meine Jungs hielten ordentlich dagegen und zeigten mustergültige Einstellung!»

In der Tat: dem TVP war der unbedingte Wille zum Sieg in jeder Phase des Spiels anzumerken. Ein ums andere Mal legte der Gastgeber einen Treffer vor, doch die TSG zeigte, dass mit ihr ganz stark bei der Vergabe des Titels zu rechnen sein wird. Auch das vielumjubelte 24:22 des TVP schockte die Gäste nicht, die mit ihrer schnellen Mitte zum 24:23 antworteten.

Die letzten 30 Sekunden des Krimis: Münster glich im Stil eines Titelanwärters aus – 24:24. Ernst: «Jetzt hatten es meine Jungs eilig, noch 10 Sekunden.» Drei Pässe – dann war der Ball bei Alexander Koch gelandet, und dieser hämmerte an Bansa vorbei zum 25:24-Endstand ein! Die Halle stand kopf. Münster unternahm noch einen letzten Versuch, der aber eine Sekunde vor Schluss nichts mehr einbrachte. Resümee von Detlef Ernst: «Ein absolutes Spitzenspiel zweier ausgeglichener Teams, aus dem wir als etwas glücklicheres Team als Sieger hervorgingen. Ein dickes Gesamtlob für die Mannschaft!»

TVP-Tore: Olbrich 2, Hardt 2, A. Koch 3, Scherrer 1, Kunkel 1, T. Koch 4, Peschke 4/2, Schneider 4, Rautschka 2, Lange 2.


Bad Vilbeler Neue Presse vom Dienstag, 15. Februar 2011

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