TV Petterweil I

-

HSG Wettenberg

25

:

23

Landesliga Mitte

12. Dezember 2010, 18:00 Uhr

Mit Heimsieg und 2.Tabellenplatz in die Weihnachtspause

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten besiegt der TVP die HSG Wettenberg in einem kampfbetonten aber fairen Spiel letztendlich verdient mit 25:23 (12:10).

Martin Peschke
9
2 / 7
Alexander Koch
4
4 / 0
Jens Ruppert
4
4 / 0
Jörn Olbrich
3
3 / 0
Alexander Kunkel
2
2 / 0
Felix Koffler
1
1 / 0
Felix Schneider
1
1 / 0
Maximilian Rautschka
1
1 / 0
Helmut Michalke
0
0 / 0
Steffen Greife
0
0 / 0
Ralf Scherrer
0
0 / 0
Thorsten Koch
0
0 / 0
Dwight Trovillion
0
0 / 0
Oliver Malkmus
0
0 / 0

TV Petterweil winkt im Erfolgsfall Platz 2

Petterweil. Wettenberg, ehemaliger Oberligist, ist nach seiner Auftaktniederlage beim TSV Södel aufgewacht und spielt eine starke Runde. Mit 13:9 Punkten hat man sich an die fünfte Position vorgeschoben, derweil das Petterweiler Team von Trainer Detlef Ernst mit 15:7 Zählern unverändert Rang 3 hinter TSG Oberursel (17:5) und TV Idstein (16:6) einnimmt.

«Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, in dem neben der Tagesform eventuell noch das Quäntchen Glück entscheiden wird, wer als Sieger vom Platz geht», glaubt TVP-Coach Ernst. Es wird das Aufeinandertreffen zweier sehr guter Abwehrreihen sein, «und so denke ich auch, dass das Spiel nur darüber entschieden wird», so Ernst.

Wenn man ähnlich konzentriert angreifen werde wie in Eschbach, sei er guter Dinge, der HSG ein packendes Spiel bieten zu können. Entscheidend wird neben der Abwehrarbeit auch sein, welche Form die Torleute auf beiden Seiten haben.. «Mit den zuletzt gezeigten Leistungen meiner beiden bin ich durchaus zufrieden – nun muss solch eine Leistung auch kompensiert werden, dann haben wir auch die Chance, die extrem kampf- und auswärtsstarken Wettenberger zu besiegen.»

Zusätzlicher Anreiz für den TVP: im Fall eines Sieges winkt – bei einer gleichzeitigen Niederlage Idsteins in Oberursel – der 2. Tabellenplatz. Umgekehrt kann es allerdings auch ein paar Plätze nach unten gehen. Beim TVP sind fast alle Mann an Bord. Pierre Lange spielt bis Februar nicht, Tim Weis und Kai Hard fallen erkrankt bzw. angeschlagen aus. gg


FNP vom Samstag, 11. Dezember 2010

Im PDF-Format anzeigen - Direktlink

Kleinigkeiten entscheiden

TV Petterweil bezwingt die HSG Wettenberg mit 25:23 - Späte Entscheidung

(kun) Im Spitzenspiel der Landesliga Mitte hat sich der TV Petterweil am Sonntagabend vor eigenem Publikum mit 25:23 (12:10) gegen die HSG Wettenberg durchgesetzt und überwintert damit auf dem zweiten Tabellenrang. »Am Ende haben heute Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entschieden«, musste TVP-Trainer Detlef Ernst nach der Partie zugeben, lobte aber im gleichen Atemzug die hervorragende kämpferische Leistung seiner Truppe. »Ich bin hochzufrieden mit dem, was die Mannschaft nicht nur heute, sondern in der gesamten Hinrunde geleistet hat.« Trotz allem wurde der Coach des Tabellenzweiten nicht müde zu betonen, dass es für ihn und sein Team in der Rückrunde erst einmal nur um einen Platz im gesicherten Mittelfeld der Tabelle gehe.

Das Aufeinandertreffen der beiden besten Abwehrreihen der Liga erwies sich zu Beginn überraschenderweise nicht als das erwartet enge Duell. Die Gäste aus Wettenberg setzten sich dank einer kaltschnäuzigen Offensive und ihres starken Rückhalts Martin Risse bereits nach wenigen Minuten mit vier Toren ab. »Was die Anfangsphase der Partie angeht kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Die Angriffe waren sauber gespielt und die Bälle gut geworfen - einzig der Wettenberger Torwart stand genau da, wo er stehen soll«, lobte auch TVP-Trainer Ernst die Leistung Risses. Erst nach gut zehn Minuten kamen die Hausherren besser in die Partie, boten der HSG zunehmend Paroli und glichen nach einer Viertelstunde erstmalig zum 7:7 aus. Mit dem Treffer zum 12:10-Halbzeitstand hatten die Gastgeber die Partie endgültig zu ihren Gunsten gedreht.

Nach dem Seitenwechsel war es dann das von beiden Trainern im Vorfeld erwartete Kampfspiel auf hohem Landesliga-Niveau. Beide Teams lieferten sich einen aufopferungsvollen Kampf, der sich gegen Ende hin zu einem wahren Krimi entwickelte. Nachdem TVP-Trainer Ernst beim Stand von 23:23 eine Auszeit genommen hatte, sorgten seine Mannen mit zwei Treffern in Folge für die Vorentscheidung in der Partie. Während der TV Petterweil nun bereits seit fünf Partien ungeschlagen ist, verabschieden sich die Wettenberger als Tabellenfünfter in die Winterpause.

TV Petterweil: Michalke, Malkmus; Scherrer, Trovillion, Torsten Koch, Greife, Peschke (9/7), Olbrich (3), Alexander Koch (4), Ruppert (4), Kunkel (2), Koffler (1), Rautschka (1), Schneider (1).

HSG Wettenberg: Risse, Worms - Jonas Leib (1), Moritz Leib (3), Wingefeld, Michael Kneissl (1), Kaplan, Sascha Puhl (4), Niklas Puhl, Stroh (5/3), Henkel (1), Kaufmann (3/3), Timo Stephan (3), Sebastian Kneissl (2)

Im Stenogramm:
Schiedsrichter: Wahler/Baby (Limburger HV). –
Zuschauer 350. –
Zeitstrafen: 14:14 Minuten. –
Siebenmeter: 8/7:8/6.


Wetterauer Zeitung vom Montag, 13. Dezember 2010

Im PDF-Format anzeigen - Direktlink

Wettenberg unterliegt in einem Kampfspiel knapp

Guter Start in Petterweil, aber letztendlich zu viele Fehler - Aufhilfe Stroh bester Schütze

(thh). Nach nur vier Minuten dachten viele der rund 250 Besucher in der Petterweiler Sporthalle, sie seien im falschen Film. Die junge Wettenberger Landesliga-Handball-Garde entzauberte den Favoriten vom TV Petterweil in der Anfangsphase und legte los wie die Feuerwehr. Doch die HSG hielt das Tempo nicht durch, ließ den Gastgeber nach und nach das Heft in die Hand nehmen und verlor am Ende doch knapp mit 23:25.

3:0 hieß es zunächst für die Wettenberger Truppe und Trainer Ecky Mack, die ihren furiosen Start mit einer guten Abwehrarbeit und Tempogegenstößen bis zum 3:6 nach zehn Minuten weiterführen konnte. Danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel, die Abwehr um die Mittelachse Ruppert und Schneider stabilisierten den Deckungsverband und so wurde es für die HSG immer schwerer, zu Torerfolgen zu kommen. Auch im Angriff nahm Routinier Martin Peschke nun das Heft in die Hand und führte sein Team heran. Beim 7:6 nach einer guten Viertelstunde hatte der TV das Spiel gedreht und blieb von nun an ständig in Front.

Gestützt auf einige positive Entscheidungen der schwachen Schiedsrichter gelang es den Schützlingen von Detlef Ernst, sich auf 10:7 (23.) abzusetzen. Aber die HSG kämpfte und verkürzte wieder auf 11:10. Die Chance zum Ausgleich vergab Kaufmann bei einem Strafwurf, und im Gegenzug erzielte Alexander Koch den 12:10-Pausenstand.

Nach dem Wechsel behielten die Gastgeber weiter Oberwasser. Mack konnte Jonas Leib nicht mehr einsetzen und so musste Marc Stroh auf der Spielmacherposition aushelfen. Teilweise wurde Peschke nun von Sebastian Kneissl an die Kette gelegt, dafür kam Koch besser ins Spiel. Petterweil setzte sich wieder auf drei Treffer ab, 18:15 nach 45 Minuten. Aber auch jetzt gelang es dem TVP nicht, die Gäste abzuschütteln. Nach dem 21:17 zehn Minuten vor dem Ende dachten alle an einen nun sicheren Sieg der Heimmannschaft, aber wieder kamen die Wettenberger heran, als Stroh einen Strafwurf versenkte.

In den letzten Minuten verkürzte die HSG Wettenberg immer wieder auf einen Treffer, konnte aber den Ausgleich nicht erzielen. Alexander Koch gelang vierzig Sekunden vor dem Ende der entscheidende Treffer für die Hausherren.

„Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und den Gastgebern in der Schlussphase zu leichte Tore zugelassen“, bilanzierte Wettenbergs Trainer Mack nach der Partie. „Was allerdings in Sachen Schiedsrichter in dieser Saison abläuft, das kann ich nicht verstehen“, war sich der HSG-Coach mit Petterweils Trainer Ernst einig, der auch eine sehr dürftige Leistung der Unparteiischen gesehen hatte.

Petterweil: Michalke, Malkmus; Ruppert (4), A. Koch (4), Peschke (9/7), Scherrer, Koffler (1), Schneider (1), Olbrich (3), A. Kunkel (2), Greife, Rautschka (1), Trovillion, T. Koch.

Wettenberg: Risse, Worms; J. Leib (1), M.Leib (3), Wingefeld, M. Kneissl (1), Kaplan, S. Puhl (4), N. Puhl, Stroh (5/3), Henkel (1), Kaufmann (3/3), T. Stephan (3), S. Kneissl (2).

Schiedsrichter: Wahler/Baby (Limburg /Weilburg). - Zuschauer: 250. - Zeitstrafen: 14:14 Minuten. - Siebenmeter: 8/7: 8/6


Gießener Anzeiger vom Montag, 13. Dezember 2010

Im PDF-Format anzeigen - Direktlink

«Hervorragendes geleistet!»

Petterweil. Nicht nur der eigene Erfolg über die Mittelhessen war ausschlaggebend dafür, dass das Team von TVP-Trainer Detlef Ernst von Rang 3 auf 2 der Tabelle gesprungen ist: auch die zeitgleiche 22:29-Heimschlappe des seitherigen Spitzenreiters gegen den TV Idstein spielte hier mit hinein, so dass Idstein nun mit 18:6 Punkten das Klassement vor TVP und Oberursel (jeweils 17:7) anführt.

Kämpferisch hatte der TVP gegen die zuletzt überaus erfolgreich aufgetretenen Wettenberger restlos überzeugt und seinen Trainer rundherum zufrieden gestimmt: «Aber nicht nur gegen die Mittelhessen, generell haben wir in der Vorrunde Hervorragendes geleistet – Kompliment!» Trotz des Vormarschs auf Rang 2 verschwendet Ernst derzeit keinen Gedanken an Titelgewinn oder Aufstieg: «Für uns geht es unverändert um einen Mittelplatz.»

Im Duell der besten Abwehrformationen der Liga hatten die Wettenberger den besseren Start erwischt und legten schnell ein 0:4 nach sechs Minuten vor! Petterweil scheiterte nach durchdacht vorgetragenen Angriffen wiederholt am starken Martin Risse im Wettenberger Kasten. Ernst: «Es war nicht verwunderlich, dass beide Teams sich ihre Torerfolge mit viel Einsatz erarbeiten mussten, es wurde um jeden Zentimeter gekämpft – und so entwickelte sich ein hart, aber jederzeit fair geführtes Spiel auf sehr gutem Niveau. Nur leider, und da waren wir uns als Trainer nach Spielende einig, erreichten die Schiedsrichter dieses Niveau bei weitem nicht!»

Allmählich fanden die Gastgeber aber ihren Rhythmus und gelangten in der 15. Minute zum erstmaligen Gleichstand (7:7), um dann mit einer 12:10-Führung in die Pause zu gehen. Trainer Ernst: «Meine Jungs haben kühlen Kopf bewahrt und sich durch aufopferungsvollen Abwehrfight ins Spiel zurückgekämpft – Stück für Stück den Rückstand wettgemacht.»

Auch nach dem Seitenwechsel wurde beiderseits auf hohem Niveau um die Punkte gekämpft. Die Gäste, die gezeigt hatten, warum sie zur absoluten Spitze in dieser Liga gehören, verwarfen einen Siebenmeter und ließen einen Überzahlangriff ungenutzt – das reichte dem TVP aus, um dann erstmals beim 21:17 einen 4-Tore-Vorsprung herauszuwerfen. Wettenberg kämpfte aber aufopferungsvoll weiter und stemmte sich mit Macht gegen die drohende Niederlage. Torwart Risse parierte einen fulminanten Olbrich-Wurf aus der Nähe und gab so seiner Mannschaft noch mal die letzte Motivation mit auf den Weg.

Wettenberg war nun wieder am Drücker und glich zum 23:23 aus. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Ernst: «Aber das bessere Ende hatten wir uns verdient, auch weil wir uns keine einzige Schwächephase nach dem verpatzten Start mehr geleistet hatten und in dieser engen Schlussphase geduldig unsere Abschlusschance suchten.»

Ehe das TVP-Team mit einem Doppelschlag für die Entscheidung sorgen sollte und damit bereits seit fünf Partien keinen Bezwinger mehr gefunden hat – eigentlich schade, dass es nun in die Winterpause geht . . . Ernst: «Herausheben aus dem starken Kollektiv muss ich Alexander Koch. Er hat sehr lange auf der Platte gestanden, im Angriff keinen Fehler gemacht und sich immer wieder gegen die aggressiv deckenden Gäste stark in Szene gesetzt. Umso bemerkenswerter, hatte er doch auch in der Defensive Schwerstarbeit zu verrichten, was er mit Bravour tat.» Sein Team habe es toll verstanden, die zeitweilige Abstinenz von Leistungsträgern wie Schneider und Olbrich zu kompensieren – «zugleich aber auch die Qualitäten beider, wenn sie denn da waren, sinnvoll in unser Leistungspaket zu integrieren».

TVP: Michalke, Malkmus (beide im Tor); Scherrer, Trovillion, Olbrich (3), T. Koch, Greife, Peschke (9/7), A. Koch (4), Ruppert (4), Kunkel (2), Koffler (1), Rautschka (1), Schneider (1). gg


FNP vom Dienstag, 14. Dezember 2010

Im PDF-Format anzeigen - Direktlink