Fünf Neue für den Landesliga-Dino

(kun). Im Lager des Handball-Landesligisten TV Petterweil treibt man die Kaderplanungen für die Saison 2017/18 weiter voran. Mit Torhüter Yannick Haumbach vom TV Oberflockenbach, Sebastian Alt von der TSG Ober-Eschbach, Niklas Kehrein vom TV Gelnhausen und Keeper Marco Pajung vom TSV Griedel können die Petterweiler Verantwortlichen vier Neuzugänge für die anstehende Spielzeit vermelden. Mit Felix Koffler von der TG Friedberg kehrt zudem ein alter Bekannter zu seinem Heimatverein zurück.

Pajung und Haumbach werden gemeinsam mit Steffen Günther das Petterweiler Torhütertrio bilden. »Wir sind uns sicher, dass wir in dieser Konstellation sehr gut aufgestellt sind und wieder von einer stabilen Defensive mit starken Torhütern profitieren können«, erklärt TVP-Coach Heiko Trinczek. Der wurfgewaltige Sebastian Alt kann für Tore aus der Distanz sorgen. »Außerdem ist er durch seine Körpergröße' eine echte Alternative in der Abwehr«, ist der Petterweiler Übungsleiter überzeugt. Mit Niklas Kehrein konnten die Gelb-Schwarzen einen Mittelmann in die Wetterau holen, der das Spiel der Trinczek-Schützlinge schneller und dynamischer machen soll. »Er bildet den Gegenpart zum wurfstarken Pierre Lange. Diese Konstellation war unser absoluter Wunsch. Wir erhoffen uns dadurch eine höhere Flexibilität im Spielaufbau«, erklärt der Petterweiler Coach. Der Ur-Petterweiler Felix Koffler ist am Kreis und auf der Linksaußenposition zu Hause und wird die Gelb-Schwarzen durch seine Athletik in der Abwehr verstärken. »Wir konnten den Kader wie erhofft in der Breite verbessern. Ob wir uns auch spielerisch verstärkt haben, wird die Saison zeigen. Wir haben unsere Wunschspieler erhalten, wenngleich es uns leider nicht gelungen ist, einen Linkshänder an Land zu ziehen«, erklärt Trinczek.

Den Neuzugängen stehen die Abgänge von Marc Popp und Marcus Neuhalfen, die beide zum Bezirksoberligisten MSG Florstadt/ Gettenau wechseln, sowie Alexander Koch gegenüber, der seine Karriere zum Ende der vergangenen Saison beendet hat.

Von allen 14 Vereinen spielen die Petterweiler die längste Zeit ununterbrochen in der Landesliga und sind damit der letzte verbliebene Dino der Liga. In den ersten fünf Jahren belegte man dreimal den dritten Rang in der Abschlusstabelle, einmal wurden die Wetterauer Zweiter, einmal stand man. am Saisonende auf dem vierten Platz. In dieser Zeit klopfte man an die Tür zur Oberliga. Da die über Jahre eingespielte Mannschaft verjüngt werden musste, waren die letzten vier Jahre durch personelle Umbrüche geprägt, die von Trainer Heiko Trinczek erfolgreich umgesetzt wurden. »Der Verjüngungsprozess war alternativlos, da der Petterweiler Handball überwiegend mit einheimischen Spielern bestritten wird«, erklärt Trinczek.

Leistungsträger wie Pierre Lange, Jannik Thomer, Jonas Koffler und Kapitän Thorsten Koch kommen aus der 3200-Seelen-Gemeinde. Dazu gesellen sich die Youngster Lennart Trouvain, Cedrik Witzel, Timon Flach und Benedikt Pfeiffer, die schon seit frühester Jugend das schwarz-gelbe Trikot tragen. Mit dem aktuell noch verletzten Kreisläufer Jens Wassberg stellt der TVP zehn Eigengewächse. »In Anbetracht der hohen Leistungsdichte in der Landesliga ist es dem Team umso höher anzurechnen, dass man nun in das zehnte Jahr in der fünfthöchsten Spielklasse geht«, lobt Trinczek seine Schützlinge.

»Uns unterstützen im Schnitt 250 Zuschauer pro Spiel, welche ein echter Faustpfand sind und uns zu Hause dominant und sicher auftreten lassen. Die vergangene Saison war durchaus erfolgreich für uns. Wir konnten externe Neuzugänge integrieren welche uns auf ein höheres Leistungsniveau gehoben haben. Ohne diese externen Verstärkungen wäre der Handballsport in Petterweil nicht möglich«, erklärt Trinczek. Christian Dänner, Björn Ehmer, Steffen Günther und Roman Hitzel leben das Petterweiler Wir-Gefühl mit. »Dies zeigt die hohe Trainingsbeteiligung, der Zusammenhalt in Mannschaft und die Vereinsintegration.«


Wetterauer Zeitung vom Freitag, 16. Juni 2017

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