Vorrunde von Konstanz geprägt
TV Petterweil muss trotz seiner zehn Siege die Top-Klubs ziehen lassen
(jms) Nur dreimal mussten sich die Landesliga-Handballer des TV Petterweil in der ersten Saison-Halbserie geschlagen geben. Eine beachtliche Bilanz, die in dieser Liga allerdings nicht für den Kampf um die Meisterschaft ausreicht. Denn: Eintracht Wiesbaden und der TV Hüttenberg II ziehen an der Spitze ihre Kreise. Beide werden - wenn nichts Außergewöhnliches geschieht den Aufstieg in die Oberliga unter sich ausmachen. Petterweil kann mit der bisher erreichten Ausbeute sehr gut leben und will bis zum Saisonende im Mai darauf aufbauen.
TV Petterweil (13 Spiele/ 3. Tabellenplatz; zehn Siege, kein Unentschieden, drei Niederlagen / 364:306 Tore, 20:6 Punkte):
Der TVP ist kein Verein der Extreme, sondern ein Klub, der solide und zuverlässig arbeitet. Das zeigt sich vor allem darin, dass Trainer Detlef Ernst in aller Ruhe eine Kaderverjüngung vornimmt und nicht mit der Hauruck- Methode. Noch immer sind es die erfahrenen Kräfte wie Martin Peschke und Jörn Olbrich, die den Ton angeben und die unabdingbaren Leistungsträger sind. Doch mit Torwart Sven Wassberg, der eine gute Runde spielt, ist ein junger Mann im Fokus, dem zweifelsohne die Zukunft gehören kann. Das System bei den Gelb-Schwarzen ist auf Effizienz und Ertrag ausgelegt, die Vereinsphilosophie schlüssig. Petterweil spielt nicht - wie etwa Hüttenberg II - drei oder vier Spielsysteme, sondern ist eigentlich berechenbar.
Aufgrund der hohen Qualität im Kader und auf der Trainerbank, sowie der guten Abstimmung schaffen es die Gegner dennoch meist nicht, die stabile TVP-Deckung zu knacken. Die Hinrunde in der Landesliga ist geprägt von Konstanz. Nach der 27:30-Niederlage beim Spitzenreiter aus Wiesbaden gab es zuletzt drei Siege in Serie. Die beiden anderen Niederlagen gegen den TV Hüttenberg II (24:25) und bei der TSG Münster II waren sehr unglücklich. Auch wenn Petterweil mit der Platzierung zufrieden sein kann, wäre also noch mehr drin gewesen. Bevor es am 14. Januar in Hüttenberg weiter geht, spielen sich die Ernst-Schützlinge, am kommenden Wochenende beim Friedberger Silvester-Cup ein.
Die Wertschätzung der Konkurrenz ist das beste Kompliment für die TV-Arbeit. Hüttenbergs Trainer Axel Spandau hofft auf das beste Team der Wetterau:
»Wiesbaden verliert in Petterweil in der Rückrunde. Dann können wir noch Meister werden. Aber dafür müssen wir auch gegen den TVP gewinnen; was sehr schwierig werden wird.« Die Meisterschaft führt also auch in diesem Jahr nur über den TV Petterweil.
Siege Petterweil: HSG Hochheim/Wicker (A/ 21:19), MSG Kronberg (H/ 31:20), TSG Oberursel (A/ 27:22), HSG Dilltal (H/ 26:19), TSF Heuchelheim (A/33:22), TSG Eddersheim (H/27:20), TSG Ober-Eschbach (H/31:23), VfL Goldstein (A/32:26), TV Idstein (11/28:24), MSG Linden (A/ 32:30.).
Niederlagen Petterweil: TV Hüttenberg II (H/ 24:25), TSG Münster II (A/ 25:26), Eintracht Wiesbaden (A/27:30).
Beste Torschützen: Martin Peschke (83 Tore/davon 41 Siebenmeter), Jörn Olbrich (57), Heiko Trinczek (36/2), Alexander Koch (35).
Wetterauer Zeitung vom Dienstag, 03. Januar 2012
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